EMPURIABRAVA, 26.01.2020 - 06:13 Uhr

Falsche geparkte Wohnmobile werden in Empuriabrava „an die Kette gelegt“

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Um dem immer wiederkehrenden Problem des Parkens von Wohnmobilen und Wohnwagen auf öffentlichem Gelände vor allem in Empuriabrava Herr zu werden, hat das Rathaus in Castelló d’Empúries nun einen Entwurf vorbereitet, nachdem nicht mehr nur Geldstrafen verhängt werden, sondern die Fahrzeuge ausländischer „Täter“ bewegungsunfähig gemacht werden, bis die Anzeige bezahlt ist. Dies ist eine der neuen Massnahmen im Rahmen des städtischen Zusammenlebens, Erhaltung der Umwelt und der Nutzung öffentlicher Wege innerhalb der Gemeinde. In circa zwei Wochen wird die Umsetzung endgültig verabschiedet.

Das es überhaupt so weit kommen muss, liegt an dem Unverständnis dieser Urlauber, die genau wissen, dass das Übernachtungen in ihren grossen Fahrzeuge innerhalb des Gemeindegebietes verboten sind. Aber noch nicht einmal dagegen ist die Polizei immer eingeschritten, aber das Problem waren und sind einzelne, die tagelang an der gleichen Stelle standen und weder über Strom, Wasser oder Brauchwasserentsorgung verfügten und sich es zudem mit Tischen, Stühlen und Sonnenschirmen auf den Parkflächen gemütlich machten.

Das Rathaus weiss, dass sich die meisten Halter von Wohnmobilen ordentlich, sauber und nicht störend verhalten, aber leider gibt es immer wieder ein paar Zeitgenossen, die sich an keine Regeln halten und den Rastplatz wie nach einem Bombeneinschlag verlassen. Und wegen diesen müssen nun alle „Mobilcamper“ leiden.

Das Rathaus empfiehlt dringend, im Falle der Übernachtung in Empuriabrava oder Castelló einen der zahlreichen Campingplätze aufzusuchen. Wird ein Wohnmobil ausgemacht, dass sich über eine gewisse Zeitspanne auf einem festen Platz befindet und darüberhinaus ein ausländisches Kennzeichen hat, wird die Kralle angelegt. Bis zur vollständigen Bezahlung des „Knöllchens“ wird das Fahrzeug nicht wieder freigegeben und notfalls sogar in das städtische Depot geschleppt – und dann wird es richtig teuer.

Das Rathaus bedauert diese Massnahmen, aber leider haben zu viele Besitzer von Wohnmobilen die „Politik der langen Leine“ schamlos ausgenutzt und einen Schweinestall hinterlassen, den städtische Mitarbeiter dann unter viel Mühe wieder in Ordnung bringen mussten.

Dem Gemeinderat ist durchaus bewusst, dass man nun eventuell etliche potentielle Urlauber und deren Wirtschaftskraft verlieren könnte, aber dieses Risiko geht man ein, um die Orte sauber zu halten. Die mit Sicherheit über 90% der „ordentlichen“ Camper können sich bei dem Rest bedanken, denen das Wort Erziehung offenbar unbekannt ist.

Mittwoch 14. Dezember 2011 14.12.11 21:42

          

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