EMPURIABRAVA, 27.04.2017 - 22:39 Uhr

„Els Excursionistas“: Wir wanderten von Esponella nach Baio

Von Herbert Strothbäumer
Am vergangenen Dienstag übertraf die Teilnehmerzahl erstmals in diesem Jahr die magische Grenze von Fünfzig. Und dabei waren immerhin 31 Urlaubsgäste womit ich wirklich nicht gerechnet hatte – zumal es die letzte von insgesamt 15 Sommerwanderungen speziell für unsere Urlauber war. Ab nächsten Dienstag müssen die Stammwanderer wieder komplett erscheinen, denn dann ist für sie die Wander-Sommerpause beendet. Selbstverständlich sind auch weiterhin Gäste willkommen. Wir starteten am Campingplatz von Esponella. Der Ort war einst Mittelpunkt einer aus dem 14. JH stammenden bedeutenden Baronie. Die dem heiligen Cyprian gewidmete Pfarrkirche weist romanische und gotische Elemente auf, wobei das schöne Eingangstor mit seinen romanischen Schmiedeelementen ganz besonders interessant ist. Sehenswert ist auch die 156 Meter lange, mittelalterliche Brücke über die Fluvia, die nur einspurig befahrbar ist. Dieses Mal wanderten  wir  wegen der immer noch vorherrschenden Hitze im Schatten von Steineichen und Pinien am kühlenden Ufer der Fluvia auf dem sogenannten „Cami de les Rescloses“. Er ist so benannt, da im Verlauf des Weges der Fluss zur Stromerzeugung dreimal aufgestaut wurde.  Nachdem wir auch die Resclosa de Serinya  besichtigt hatten  ging es immer gen Westen. Bevor wir die Staustufen passierten,  kamen wir am „Font de la Central“ vorbei, wo wir uns am sprudelnden Nass aus 4 Rohren erfrischten. Wir erreichten schließlich die neu gebaute Schnellstraße C-66, die von Banyoles über Besalu zur Autovia nach Olot führt. Wir mussten sie überqueren, was sich als nicht ganz ungefährlich erwies. Aber alle 50 Teilnehmer schafften es unbeschadet. Nach dem passieren des schönen Anwesens Can Cofi benutzten wir ein Stück lang den Fernwanderweg GR-1 bis nach Can Roset.  Dort verließen wir ihn in südliche Richtung vorbei an der Siedlung Baio zur Pferdezuchtstation  Bruqueres, wo wir die schönen Reitpferde bestaunen konnten.  Von dort war ein Abstecher nach Serinya geplant - bekannt  durch den vorgeschichtlichen Höhlenpark.  Der Park bringt die Besucher in die Welt der damals hier lebenden Jäger und Sammler. Er umfasst verschiedene aus einem Abhang von Travertingestein ausgewaschene Höhlen und Zufluchtsstätten, von denen die kulturgeschichtlich bedeutsamsten für Neugierige hergerichtet wurden. Nirgendwo sonst in Westeuropa ist der Übergang vom Neandertaler zum Menschen der Neuzeit so deutlich zu beobachten. Leider fehlte uns dieses Mal die Zeit für einen Rundgang,  denn es war schon 13.30 Uhr, als wir noch gut einen Kilometer entfernt waren, und die Hitze setzte so manchem Wanderfreund zu. Aber bei nächster Gelegenheit werde ich diesen Besichtigungsrundgang auf Wunsch nachholen.  Nach einer Gesamtstrecke von 14,5 Km erreichten wir unsere Autos und kehrten danach im Restaurant Oliveras zu einem guten Mittagsmenü ein. Die nächste Wanderung findet am kommenden Dienstag statt. Da ich nicht mehr mit so heißen Temperaturen rechne, werden wir einige kleine Hügel mit drin haben. Weitere Einzelheiten erfahrt Ihr am Samstag hier. Bis dahin verbleibe ich mit dem Wunsch nach immer festen Boden unter den Füßen bei optimalstem Wanderwetter und vielen Grüßen als Ihr und Euer Herbert mit Marijana und den Wanderhunden Elvis und Stella