EMPURIABRAVA, 27.04.2017 - 22:41 Uhr

„Els Excursionistas“: Am Dienstag ging es durch das „Bac de Tapis“

Von Herbert Strothbäumer
Wir starteten unsere Wanderung mit 44 Teilnehmern bei schönstem Wanderwetter in dem kleinen Pyrenäendorf Tapis.  Es ist ein Weiler in der Gemeinde Macanet de Cabrenys und zum ersten Mal in einem Dokument von 954 zitiert. Aktuell hat es 25 Einwohner. Sehenswert ist die die Kirche von Sant Bric aus dem späten 12. Jahrhundert. Da uns anscheinend genügend  Zeit fehlte, sie zu besichtigen, möchte ich die Kirche nochmals kurz beschreiben. An einem großen Kirchenschiff bilden zwei Seitenkapellen das Querschiff. Die halbrunde, fast mandelförmige Apsis zeichnet sich durch einen doppelten Bogen aus. Die Schlankheit der Proportionen, der Stil und die Struktur der Kapelle und des Portals sind Elemente der späten romanischen Kunst. Von Tapis  wanderten wir südlich des Baches Riu d`Arnera, welcher wie alle hier fließenden Bäche auch in der Muga mündet, durch das Bergland „Bac de Tapis“ in einer Höhe zwischen 400 und 450 Metern über dem Meer und ständig im Schatten der riesigen Eichen und Kastanien. Schließlich landeten wir im ebenfalls zu Macanet de Cabrenys gehörenden Dorf els Vilars mit nur 12 Einwohnern.  Nach einer zurückgelegten Wegstrecke von 5,3 Km kamen wir  zur kleinen Kirche St.Pere dels Vilars, die immer noch genutzt wird. Bei der Erbauung im Jahre 954 nannte sie sich noch Sancti Petri de Vilare. Sie hat ein Schiff von pre-romanischer Abstammung mit einer trapezförmigen Apsis. Der Eingang an der Fassade wurde komplett renoviert. Oben befindet sich das Glockenwerk mit zwei romanischen Bögen. Nach der üblichen Halbzeitpause, die wir direkt auf dem Kirchenvorplatz einlegten,  ging zwischen dem Puig Farner (431 m) und dem Puig de Forques (486 m) immer weiter abwärts bis zur Siedlung Oliveda. Leider ist ab dort  der ehemalige Wanderweg  in Richtung Macanet de Cabrenys inzwischen asphaltiert. Diesen schlechten Untergrund wollte ich meinen Wanderteilnehmern nicht zumuten, und somit beendeten wir dort einfach die Wanderung nach insgesamt 11 zurückgelegten Kilometern.  Mit unseren Autos streiften wir sowohl auf dem  Anfahrts- als auch auf dem Rückfahrtsweg  Macanet de Cabrenys. Der Ort wurde anlässlich anderer Wanderstrecken schon ausführlich von mir beschrieben. Er gehört auch zu den „Subcomarca“ von Alta Garrotxa und umfasst die Dörfer Arnera, Les Creus, Les Mines, Les Salines, Tapis, Els Vilars und Oliveda. Somit ist er der flächenmäßig größte Ort im Alt Emporda. Außerdem hat er zahlreiche Quellen und deshalb auch eine Wasser-Abfüllanlage in Les Creus.  Das Mineralwasser soll sehr gut sein, kommt aus dem Font de Creus  und heißt auch Creus. Weitere Einnahmen bestehen durch den Tourismus sowie den Trockenfeldbau und der Tierhaltung. Das 370 Meter hoch gelegene Zentrum ist Hoheitsgebiet und liegt in einem Tal zwischen den beiden höchsten Punkten der Stadt, dem Puig de Les Salines (1331 m) und dem Roc de Frausa (1445 m) Von Macanet fuhren wir dann zum rund 7 Kilometer entfernten Ausgangspunkt unserer Wanderung nach Tapis, wo wir anschließend zum verdienten Mittagsmenü im allseits bekannten und immer wieder und zu Recht gelobten Restaurant Can Mach  einkehrten. Die nächste Wanderung findet am kommenden Dienstag statt. Einzelheiten dazu erfahrt Ihr am Samstag hier. Treff ist um 09.00 Uhr vor dem Mercadona in Empuriabrava. Bis dahin verbleibe ich mit dem Wunsch nach immer festen Boden unter den Füßen  bei schönstem Wanderwetter und vielen Grüßen als Ihr und Euer Herbert mit Marijana und den Wanderhunden Elvis, Nera und  Stella