EMPURIABRAVA, 22.09.2017 - 02:46 Uhr

„Els Excursionistas“: Wir wanderten von Beuda nach Besalú

Von Herbert Strothbäumer
Beuda/Besalú/Katalonien: Am vergangenen Dienstag starteten wir unsere Wanderung im kleinen historischen Ort Beuda auf einer Höhe von 346 Metern über dem Meer bei angenehmen Temperaturen um 24 Grad. Insgesamt 42 Teilnehmer – davon 28 Urlaubsgäste - bewegten sich ab diesem Zeitpunkt auf den Spuren der alten Römer. Selbstverständlich ging es bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein fast immer im Schatten ständig abwärts. Im weiteren Verlauf der Wanderstrecke benutzten wir den Fernwanderweg GR-2, der ganz Spanien durchquert.  Dabei erreichten wir zunächst eine römische Kapelle aus dem Jahre 1085 – Sant Sepulcre de Palera, zu welcher auch ein asphaltierter Weg führt. Sie wird noch regelmäßig zu Gottesdiensten genutzt. Nachdem wir die Legende der Kirche studiert hatten, begegnete uns eine weitere romanische Kirche aus dem gleichen Baujahr.  Sie heißt Santa Maria de Palera  und verfügt als Besonderheit über eine Konzertmuschel für Freiluftveranstaltungen. Inzwischen waren wir schon 90 Höhenmeter tiefer gelandet und es ging weiter rapide abwärts durch dichte Steineichenwälder bis zu unserem ersten Pausenplatz.  Erfrischt erreichten wir dann unser Endziel – die mittelalterliche Stadt Besalu, die sich auf einer Höhe von nur 150 Meter über NN befindet und 2.285 Einwohner zählt. Sie ist die ehemalige Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft  sowie der Garrotxa und stellt eine historisch, künstlerische Gesamtheit dar, eine der besterhaltenen in ganz Katalonien.  Dienstags ist dort immer Markttag und wir nahmen in einem alten Straßencafe direkt am Marktplatz mit 42 glücklichen Wanderern fast alle Tische unter den Sonnenschirmen ein, um bei einer Erfrischung von dort aus das Marktgeschehen beobachten zu können. Den unter Denkmalschutz stehenden Ortskern haben wir beim Anmarsch in Augenschein genommen. Danach besichtigten wir bekannte Bauwerke wie die Iglesia del Monasterio de Sant Pere aus dem 12. Jahrhundert und die Iglesia Hospital de Sant Julia aus der gleichen Epoche. Das Haus des Miniaturmuseums ist genauso sehenswert. Die Mikwe ist das Haus des rituellen Reinigungsbades und das einzige jüdische Badehaus auf der iberischen Halbinsel. Es ist ein Steinhaus mit quadratischen Gewölben. In der unterirdischen Mikwe, die über eine Steintreppe erreichbar ist, fanden ab dem 12. JH religiöse Rituale statt. Leider war die Eingangstür dieses Mal für Besucher geschlossen. Stattdessen machten wir von der Aussichtsplattform vor dem Badehaus unser Erinnerungsfoto. Als Hintergrund wählte ich die sich über die Fluvia spannende und  im Jahr 1315 errichtete romanische Brücke, die wohl jeder schon einmal in Besalu gewesene Tourist  beschritten hat. Nachdem auch wir hinübergegangen waren und alles besichtigt hatten, gingen wir nach rund 10 Kilometern Wanderung noch weiter bis zum etwas außerhalb des Ortes gelegene Restaurant Oliveras, wo wir unser wohlverdientes Menü einnahmen.
Die nächste Wanderung findet am kommenden Dienstag, den 07. September, statt. Dazu treffen wir uns wieder um 09.00 Uhr vor dem Mercadona in Empuriabrava. Einzelheiten dazu erfahrt Ihr wie immer am Samstag hier. Bis dahin verbleibe ich mit dem Wunsch nach immer optimalstem Wanderwetter und immer festen Boden unter den Füßen, sodass Ihr nicht den Halt verliert, wie dieses Mal unsere Helga, und herzlichen Grüßen als Euer Herbert mit Marijana und den Wanderhunden Stella und Elvis