EMPURIABRAVA, 20.08.2017 - 04:10 Uhr

„Els Excursionistas“: Wir wanderten vom Denkmal für die Flüchtlinge im Bürgerkrieg zum Stausee Boadella

Von Herbert Strothbäumer

Wir starten Dienstag, den 03.08.10, mit 35 Teilnehmern am Denkmal für die Flüchtlinge in la Vajol, einem durch den Bürgerkrieg bekannt gewordenen Ort mit nur 80 Einwohnern, über den ich in früheren Berichten schon ausführlich geschrieben habe. Er war ein Fluchtziel der Republikaner vor den Faschisten und wurde vom damaligen Präsidenten von Katalonien, Louis Companys, sogar für kurze Zeit zur Hauptstadt der Katalanen erklärt.  Es war schon wieder fast zu kühl zum Wandern, denn in der Nacht zuvor gab es kräftige Gewitterschauer und am Morgen pfiff schon wieder die Tramontana aus allen Rohren. Wir passierten die Berge „Puig de la Creu“ (623 m), „Puig de Mila“ (492 m) und „Puig del Portell“ (479 m) bevor wir nach rund 4 Kilometern und einem Abstieg von 524 auf 274 Höhenmeter den fast 6000 Jahre alten Dolmen Sant Vicenc del Mas Puig de Caneres erreichten.  An der Einsiedelei von Sant Esteve del Llop, die sich 3 Km westlich von Darnius befindet, machten wir unsere verdiente Rast.  Die romanische Kapelle ist einschiffig mit halbkreisförmiger Absis aus dem 10. – 11. JH. auf der Stirnseite befinden sich ein Tor mit Rundbogen und darüber ein kreisförmiges Fenster. Darüber erhebt sich ein kleiner Glockenturm. Neben dem Eingangstor der Einsiedelei steht ein großer Stein mit einer menschenfußförmigen Vertiefung. Man glaubt, dass Sant Esteve hier seinen Fußabdruck hinterlassen hat. Er soll auch viele Wunder vollbracht haben. Aus Dankbarkeit wird deshalb auf dem Platz vor der Kapelle jedes Jahr ein bedeutendes Fest gefeiert mit einem großen Essen für das ganze Dorf Darnius, einer Messe und vielen anderen Veranstaltungen. Darnius ist ein Ort mit Geschichte, Kunst und Kultur, umgeben von einer wilden Natur. Als Darnius von französischen Soldaten geplündert wurde, stahlen sie die Glocke der Kirche Santa Maria und brachten sie in das schöne Dorf des Rosello: Saint Jean de Pla de Corts, wo sie heute immer noch schlägt. Im weiteren Verlauf unserer Tour  kamen wir zum Ufer des Stausees. Über ihn habe ich auch schon sehr viel berichtet. Sein Wasser ist sehr sauber. Wenn der Wasserspiegel so tief wie momentan steht, bilden sich kleine malerische, windge- schützte Buchten, die zum Baden einladen. Alte Korkeichen spenden den erforderlichen Schatten zum Wandern. Schließlich erreichten wir nach rund 10 Kilometern unser Endziel, den Club Nautic von Darnius, dessen Restaurant direkt am Wasser steht. Dort haben wir unser verdientes Menü auf der Terrasse an einer bereits eingedeckten Tafel für 35 Personen eingenommen. Danach lockte ich einige Wanderer zum Baden in den nur noch zu 35 % gefüllten See bei angenehmen Wassertem- peraturen von 26 Grad. Gegen 18.30 Uhr fuhren die letzten Teilnehmer erfrischt, entspannt und glücklich zurück in die Bucht von Roses. Allen hat die Veranstaltung gut gefallen und niemand ist ins Schwitzen gekommen. Am Samstag werden sich wieder 25 von ihnen zum Lichterfest im Funpark einfinden.

Bis  zur nächsten Wanderung am kommenden Dienstag, den 10. August, zu der wir uns wie immer vor dem Mercadona in Empuriabrava um 09.00 Uhr treffen (Einzelheiten dazu erfahrt Ihr am Samstag hier) verbleibe ich mit herzlichen Grüßen und dem Wunsch nach immer optimalstem Wanderwetter, als Euer Herbert mit Marijana und den Wanderhunden Stella und Elvis