EMPURIABRAVA, 24.10.2017 - 02:29 Uhr

„Els Excursionistas“: Wir wanderten auf dem „Cami de les Rescloses“

Von Herbert Strothbäumer

Am vergangenen Dienstag, den 27. Juli 2010, haben wir unsere Rekordteilnahmezahl von 42 aus der Vorwoche gebrochen. Dieses Mal fand sich die stattliche Zahl von 47, davon wiederum 28 Urlaubsgäste, ein,  um im Schatten von Steineichen und Pinien am kühlenden Ufer der Fluvia auf dem sogenannten „Cami de les Rescloses“ zu beginnen. Er wurde so benannt, da im Verlauf des Weges der Fluss zur Stromerzeugung dreimal aufgestaut ist.  Die letzte Staustufe ist davon die größte und die Turbinen sind noch im Betrieb. Es geht immer gen Westen. Bevor wir eine der Staustufen passierten, kamen wir  am „Font de la Central“ vorbei, wo wir uns am glasklaren Quellwasser erfrischten.  Selbstverständlich hätten  die wagemutigen Teilnehmer auch in der Fluvia unterhalb des am steilen Uferberg sichtbaren Höhlensystems baden können, denn  genügend Wasser war vorhanden, doch niemand machte von dem Angebot Gebrauch.  Die Temperaturen im Schatten waren auch noch so erträglich, dass dazu keine Notwendigkeit bestand. Nachdem wir die Hinweistafeln auf einige imposante Anwesen am Ufer der Fluvia passiert hatten, machte der Weg einen Bogen und der weitere Streckenverlauf führte uns nach Süden durch das Flachland des „Pla de Martis“, wo wir dann auf das bekannte neue Altersheim stießen. Schräg  gegenüber befand sich der Eingang zum früheren Mountainbike-Zentrum (Casa dels Enginyers). Hier machten wir eine kurze Rast und genossen die schöne Aussicht auf das Fluvia-Tal und Esponella vom dortigen Mirador. Anschließend ging  es weiter durch das Landschaftsgebiet „Pla de Martis“ bis zur Landstraße GIP-5121. Nach rund einem Kilometer nordöstlich durch den Wald von „Clot d`Esponella“ erreichten wir  die Abzweigung  zum „el Castell“.  Es stammt aus dem Mittelalter (11. Bis 17. Jahrhundert). Ursprünglich stand hier nur ein Wachturm. Gegen 1250 gab König Jakob I. jedoch die Genehmigung zum Bau einer Festung, die den Umkreis um die Orte Esponella und Banyoles beherrschte. Im Jahre 1495 wird von einer der Mutter Gottes der guten Hoffnung gewidmeten Kapelle berichtet, in der dann aber ab 1647 nach der Ermordung des Priesters von Esponella keine Messen mehr gelesen wurde. Nach den verschiedensten historischen Wirren wurde die Burg dann im 18. Jahrhundert endgültig aufgegeben. Nach der Besichtigung der Reste des Castells auf dem beschilderten und beschriebenen Rundweg, nahmen wir den gut gekennzeichneten Wanderweg, der direkt in den Ort Esponella führt. Der Ort war einst Mittelpunkt einer aus dem 14. JH stammenden bedeutenden Baronie. Die dem heiligen Cyprian gewidmete Pfarrkirche, die unübersehbar ist und die wir direkt anvisierten, weist romanische und gotische Elemente auf, wobei das Eingangstor mit seinen romanischen Schmiedeelementen ganz besonders interessant ist, und als Motiv für unser Gruppenfoto herhalten musste. Sehenswert ist auch die 156 Meter lange mittelalterliche Brücke über die Fluvia, die nur einspurig befahrbar ist, und die wir auf dem Rückweg an die Bucht von Rosas überquert haben.  Mit einer Gesamtstreckenlänge von 8,5 Kilometern war es wieder eine leichte, den sommerlichen Bedingungen angepasste Tour, die für jedermann geeignet war. Wegen des geringeren Zeitbedarfs kehrten wir somit schon gegen 13.15 Uhr in Navata zum wohlverdienten Mittagsmenü ein. Die nächste Wanderung findet am kommenden Dienstag, den 07. August, statt. Dazu treffen wir uns wieder um 09.00 Uhr vor dem Mercadona in Empuriabrava. Einzelheiten dazu erfahrt Ihr am Samstag hier. Bis dahin verbleibe ich mit dem Wunsch nach immer festem Boden unter den Füßen bei optimalstem Wanderwetter und vielen Grüßen als Ihr und Euer Herbert mit Marijana und den Wanderhunden  Kira, Nera, Elvis und Stella