EMPURIABRAVA, 28.04.2017 - 06:29 Uhr

„Els Excursionistas“: Vier Tage in Andorra

Von Herbert Strothbäumer

Vom  14. bis 18. Juni hielten wir uns zum dritten Mal nach 2008 und 2009 wieder in Andorra auf, um beim Wandern dieses schöne Land genießen zu können. 32  Teilnehmer werden sich bestimmt in der nächsten Zeit sehr gerne an die gelungene Veranstaltung zurück erinnern.  Trotz schlechter Wetterprognosen bescherte uns Petrus  an allen drei Wandertagen schönstes Wanderwetter bei Höchsttemperaturen von 15 Grad. Für alle Leser, die noch niemals in Andorra waren, werde ich es nochmals kurz beschreiben: Der höchste Gipfel ist der Coma Pedrosa mit 2942 Metern über dem Meeresspiegel. Das Land erstreckt sich auf einer Fläche von 468 qkm und hat knapp achtzigtausend Einwohner. Es ist aufgeteilt in sieben Gemeinden , und das einzige Land der Welt in dem Katalanisch die offizielle Landessprache ist. Die Legende besagt, dass Andorra von Karl dem Großen gegründet wurde. Wahr ist, dass die feudale Co-Souveränität zwischen dem Bischof von Urgell und dem Grafen von Foix im 13. Jahrhundert aus dem Land ein Ko-Fürstentum mit zwei Ko-Fürsten machten. Die Nachfolge des Grafen von Foix trat der französische Staatspräsident an. Die Wirtschaftsaktivitäten des Landes basieren auf dem Handel, dem Tourismus und dem Finanzsektor. Sehenswert sind allerlei Baudenkmäler und alte Brücken. Andorra bietet das ganze Jahr über interessante Einkaufsmöglichkeiten in über 2000 Geschäften. In den vielen Restaurants kann man sich von einer traditionellen Gastronomie voller Inspiration überzeugen. Eine weitere Freizeitmöglichkeit ist das größte Spaßbad in Südeuropa, die Therme Caldea, die zur Entspannung einlädt.   Auf unserer Anreise am Montag  nahmen wir die gut ausgebaute und beschilderte Strecke  über die Nationalstraße 116 in Frankreich.  Beim  historischen Ort Villefranche und den in der Nähe befindlichen Grotten machten wir unsere Mittagspause. Auf dem dortigen Picnicplatz haben  wir unsere mitgeführte Reiseverpflegung verspeist, und alle Teilnehmer, die noch niemals in den Grotten waren, hatte jetzt die Gelegenheit zur Besichtigung. Gegen 15.00 Uhr trafen wir dann bei strömendem Regen und schlechter Fernsicht in unserem Basislager in Andorra ein, welches sich auf einer Höhe von knapp 1800 Meter befindet.  Nach dem Einchecken im Hotel trafen wir uns um 16.30 Uhr mit unserer Wanderführerin Erika zum üblichen Begrüßungscocktail. Aufgrund des zu erwartenden Schneefalls in Höhen über 2000 Metern am Dienstag, änderten wir anlässlich der Detailbesprechung  kurzfristig die geplante Route  und zogen die Mittwochswanderung vor, die auf einer geringen Höhe von nur 1000 Metern begann und bei 1750 Metern endete, von wo uns dort geparkte Autos wieder ins Tal brachten.  Wir starteten um 09.00 Uhr und fuhren 30 Minuten mit den Autos zum Ausgangspunkt der Wanderung  am Fluss Madriu, der reichlich Wasser führte. Wir wanderten durch sein schönes Tal rund 750 Höhenmeter aufwärts  zum See von Engolasters, wo wir unser mitgeführtes Lunchpaket verzehrten und uns anschließend  in einer Bar bei Bier und Kaffee entspannten.   Am Mittwoch war der Neuschnee wieder getaut und wir fuhren ins Incles-Tal, wo wir in 1800 Metern Höhe starteten und den Schmugglerweg nach Frankreich bis auf 2400 Höhenmetern folgten. Von dort ging es bei schönstem Sonnenschein mit fantastischer Fernsicht auf einem Rundweg  zurück, nachdem wir unsere mitgeführten Lunchpakete verzehrt hatten. Am letzten Wandertag – dem Donnerstag – wanderten wir durch die wunderschöne Granitlandschaft des „Circ de Pessons“ mit seinen markanten Bergformationen. Ferner passierten wir 17 wie Perlen aneinandergereihte schöne Bergseen. Anschließend fuhren wir zum Essen in das Restaurant Llar de Artesar, wo wir bereits im letzten Jahr sehr gut gespeist hatten.  Auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht. Alles schmeckte perfekt und nach dem Essen dankte ich unserer Wanderführerin Erika und ihrem Assistenten Javi  für die gute Leitung  und überreichte dafür einen kleinen Bonus, den unsere Helga vorher eingesammelt hatte. Ich selbst bekam als Dank für meine Organisation von den Teilnehmern durch Helga eine neue Wanderkluft geschenkt. Ich danke allen, dass sie die anstrengenden Wanderungen in der Höhenlage ohne Blessuren bewältigt haben, freue mich schon auf eine ähnliche Veranstaltung im nächsten Jahr mit hoffentlich gleicher Resonanz, und verbleibe mit herzlichen Grüßen als Euer Herbert mit Marijana und den Bergrettungshunden Stella und Elvis