EMPURIABRAVA, 20.11.2017 - 02:53 Uhr

Figueres

Figueres (katalanisch: Figueres , spanisch: Figueras) ist der grösste Ort des Alt Empordá, zählt ca. 35.000 Einwohner und ist dank seiner geografischen Lage zum Handelszentrum der gesamten Region geworden. Die Nähe zu Frankreich hat dazu geführt, dass viele Besucher aus dem Nachbarland nach Figueres kommen, weil sie in den zahlreichen Geschäften die angebotene Qualität und Auswahl zu schätzen wissen. Auch der Weg der Touristen, die von der Grenze her kommen und die in die um den Golf von Roses gelegenen Ortschaften weiterfahren, führt zwangsweise durch den Ort.

Stattliche Bürgerhäuser aus dem 17.-19. Jh. prägen den Charakter des Zentrums. Archäologische Funde aus der Umgebung sind im Heimatmuseum Museu de l’Empordà zu bewundern, das auch Leihgaben aus dem Prado und dem Museum für Moderne Kunst in Madrid ausstellt.

Das Hinterland ist auch durch den surrealistischen Künstler Dalí berühmt geworden, denn Figueres ist die Heimat dieser Persönlichkeit. Die Stadt lebt von dem einzigartigen Museum, das Gebäude allein ist schon Kunstwerk genug. Es wurde 1849 als ein Theater gebaut, und Dalí stellte hier mit 14 Jahren schon Kunstwerke aus. Ein Brand zerstörte das Gebäude, und erst 1974 erlangte es seine heutige Gestalt mithilfe von Dalís Entwürfen. Das Museum hat eine netzartige Kuppel und ist mit dem Galatea-Turm erweitert worden, wo der Maler starb und wo heute sein Grab zu finden ist. Man kann in dem Museum auch Kunstwerke anderer Maler betrachten, jedoch sind die meisten der ausgestellten Werke von Dalí.

Das Museum beeindruckt durch seine Einzigartigkeit und entführt den Betrachter in eine surrealistische Welt. Man vergisst, in einem Museum zu sein, woran nur die anderen langsam wandelnden Betrachter erinnern. Ganz egal, ob einem dieser surrealistische Stil zusagt oder nicht, man erfährt und erlebt etwas von einem hervorragenden Künstler aus einer ganz eigenen Welt. Nach dem Prado in Madrid verzeichnet dieses Museum die höchsten Besucherzahlen von Spanien.

Das Geschäftszentrum der Stadt liegt an der Rambla, bei der es sich um das alte Flussbett des Galligans handelt, er auf Druck der Stadtbewohner überdeckt wurde, um diese Promenade darauf anzulegen.

An dieser Rambla liegt auch das Spielzeugmuseum von Katalonien, das 1982 eröffnet wurde.
In diesem Museum können sich Gross und Klein am Anblick einer grossen Anzahl von Spielzeugen (ca. 4.000 Exponate) aus allen Epochen erfreuen.

Das Museum von L`Empordá liegt ebenfalls an der Rambla, hier sind Gemälde und Skulpturensammlungen sowie archäologische Funde aus verschiedenen Zeitepochen zu besichtigen.

Es gibt in der Stadt noch so viele andere Sehenswürdigkeiten, nebst der Gemeindekirche von Sant Pere oder der Burg von Sant Ferran, die einen Besuch wert sind.