EMPURIABRAVA, 24.10.2017 - 13:15 Uhr

Talente unter uns - Heute: GANUSCH (2)

Fortsetzung von gestern

Joachim Nusch spricht durch langjährige Studien und Berufstätigkeit in Indien,  auf den Philippinen, in Brasilien, Argentinien und Paraguay nicht nur fliessend Spanisch, sondern beherrscht ausser seiner Muttersprache Deutsch auch Englisch und Französisch sowie etwas Portugiesisch: „genug, um darin zu arbeiten“, wie er bescheiden anmerkt. Die Tätigkeit in dem Institut für Vedische Lebensweise umfasst Vorträge und Kurse zum Beispiel für Heilpraktikerverbände in Wellnesshotels sowie andere Berufe, die sich das körperliche und seelische Wohl ihrer Kunden und Patienten zur Berufung gemacht haben. Ganusch gehört der Ayurvedischen Vereinigung an und ist einer ihrer Fachreferenten.

Bei so viel intellektuellem und spirituellem Gepäck gehört Ganusch eigentlich nicht in unsere Spalte „Talente unter uns“: da suchen wir ja, wie Sie sich erinnern, vor allem Menschen mit einem besonderen Hobby wie Klöppeln oder Wellenreiten . Aber das mehrstündige Gespräch mit Ganusch war so bereichernd, dass ARENA es Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Seine Verbundenheit mit Empuriabrava und der Bucht von Ross hängt damit zusammen, dass er schon als Kind mit den Eltern nach hier kam und seit Ende der sechziger Jahre in Empuriabrava ansässig ist, wenn er auch wegen seiner internationalen Verpflichtungen nur zeitweise hier sein kann. Ihn fasziniert die Landschaft und die Luft, die Kreativität der hiesigen Natur. Mit 16 Jahren lernte er  Salvador Dalí persönlich  kennen und war von ihm  beeindruckt, obwohl – oder gerade weil – der Surrealist damals noch nicht das manierierte Gehabe an den Tag legte wie später, als er vor allem nach Publicity gierte.

Joachim Nusch, der ernsthaft und eindringlich über Philosophie, Religion, Spiritualität und menschliche Verantwortung für sich und andere spricht, ist zugleich ein äusserst humorvoller, weltoffener Mann. Als zu Ende unseres Gespräches seine Ehefrau auftaucht, wartet Ganusch mit einer weiteren Überraschung auf: die Mutter seiner zwölfjährigen Tochter hat indische Architektur Vaastu studiert und plant mit ihrem Mann zusammen die Errichtung spezifischer Häuser, die diesem Geist entsprechen, vielleicht sogar hier in Spanien. Wir werden also hoffentlich die Chance haben,  von diesem aussergewöhnlichen Paar noch öfter zu hören.

Sie erreichen  Joachim Nusch im Vedharma Institut für vedische Lebensweise in 50181 Bedburg / Köln, Am Fliess 21,

Telefon (02463) 997 366, e-mail  info@jyotishi.de  und im Internet unter www.jyotishi.de, www.vedharma.de