EMPURIABRAVA, 21.08.2017 - 12:12 Uhr

Der Goldpreis könnte explodieren!

von Max aus Roses

Insider halten einen rasant steigenden Goldpreis nicht nur für möglich, dies erscheint sogar sehr wahrscheinlich. Man spricht von 3.000 USD bis zu 5.000 USD pro Feinunze.

Als der Goldpreis vor etwa eineinhalb Jahren ca. 820 USD pro Fein-Unze betrug, sprach man von einer Überbewertung und riet vom Kauf ab. Die Krise und der damit verbundene Vertauensschwund in die Börse veranlaßte Anleger, Gold zu kaufen, was den Preis auf derzeit etwa 1.100 USD hochtrieb.

Um die Aufschläge beim Erwerb und die Depotgebühren für die Lager-ung von physischem Gold – d.h. Goldbarren in Tresoren oder Schließfächern von Banken - zu sparen, kann man z.B. ETFs und andere Möglichkeiten nutzen, d.h. man kauft praktisch das Anrecht auf eine bestimmte Menge Gold, das Material selbst bleibt aber dort, wo es ist.

Der weltweit größte Handelsplatz für physisches Gold ist die London- Bullion-Market-Asociation, kurz LBMA.

Außer Staaten, bzw. deren Nationalbanken, die physisches Gold vor allem zur Deckung der eigenen Währung bei sich selbst einlagern, bleibt das über die LBMA gehandelte Gold an Ort und Stelle. Das Gold-Anti-Trust - Action - Commitée versucht, illegale Goldpreis-Manipulationen zu bekämpfen und die Aktivi-täten im Goldhandel durchschaubar zu halten.

Dort hat man herausgefunden, daß die in der LBMA zusammengeschlossenen Banken jahrelang mehr Gold, man schätzt das 4 bis 10-fache von dem verkauft haben, was in ihren Safes vorhanden ist, d.h. man hat etwas verkauft, was man im Moment nicht besitzt, wie z.B. bei den sog. Leerverkäufen.

Solange die Anleger mit dieser Situation zufrieden sind, gibt es kein Problem. Wenn nun aber die Eigner von nichtphysischem Gold ihr bestehendes Anrecht auf die von ihnen gekaufte Menge in physischen Besitz umwandeln, d.h. das Gold in Form von Barren -  in die Hände bekommen möchten, müßte die LBMA in großem Maßstab Gold dazukaufen, um ihren Verpflichtungen nachkommen, d.h. Gold ausliefern zu können. In der Praxis heißt dies, daß eine derartige Nachfrage den Goldpreis explosions-artig in die Höhe katapultieren würde.

Dieses Szenario wird von folgenden weiteren Fakten noch verschärft:

Anfang September 2009 wurde bekannt, daß Hongkong alle seine physischen Goldbestände aus London abziehen und in einem eigenen Hochsicherheits-Depot einlagern wird. Weitere asiatische Länder wollten diesen Beispiel folgen.

Dies habe bei der LBMA zu einer regelrechten Panik geführt und man habe Marktteilnehmern, die ihr Gold physisch ausgeliefert haben woll-ten, eine Prämie – die Rede ist von 25% - angeboten, wenn sie darauf verzichteten.

An der anderen großen Goldbörse, der COMEX in New York, soll vor etwa einem halben Jahr die nie gesehene Menge von 850.000 Feinunzen Gold zur Auslieferung durch die Deutsche Bank gefordert worden sein, die dazu nicht in der Lage war und die – Gerüchten zufolge -  von einer Rettungsaktion durch die EZB aus der Notlage befreit worden sein soll. Derartige Aktionen werden bewußt geheim gehalten, weil sie an den Börsen und den Märkten eine Panik auslösen könnten, die dazu führen würde, daß der Goldpreis innerhalb von Tagen, vielleicht nur von Stunden, in astronomische Höhen schnellt und die Banken nicht mehr wüßten, wo sie das Gold – egal zu welchem Preis - überhaupt noch hernehmen sollten. Die Chance, daß die USA als Eigentümer der weltweit größten Goldreserve ein-springen, ist dabei zum einen als gering anzusehen, zum andern stammt ein Großteil des amerikanischen Goldes aus staatlich veranlaßten Beschlagnahmungen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, die überwiegend aus Münzen bestanden, deren Goldgehalt nur 916/1000 betrug und die zu Barren umgeschmolzen wurden, d.h. sie könnten in dieser Form nicht auf den Markt gebracht werden, weil eine Reinheit von 995/1000 an den Börsen vorgeschrieben ist.

Daß der Goldpreis inflationsbedingt sein Hoch aus dem Jahre 1980 von 2.300 USD erreichen kann und wird, mag in Fachkreisen mittlerweile niemand mehr ernsthaft bezweifeln. Die Frage ist nur: wie schnell und wann genau. Wer jetzt in physisches Gold investiert, oder die Herausgabe seiner Anrechte in Form von Barren verlangt, beteiligt sich zwar damit an einer vom Goldmarkt ausgelösten weiteren sog. Blase, wird aber – solange der Fiskus nicht über eine spezielle Gold-Steuer nachdenkt – am Ende zu den Gewinnern gehören.