EMPURIABRAVA, 14.08.2018 - 19:07 Uhr

Greenpeace: Empuriabrava durch Überschwemmungen gefährdet!!!!

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: In den letzten zwanzig Jahren haben die Küsten der Costa Brava ein Gelände verloren, das in etwa der Grösse von acht Fussballplätzen entspricht – und der Verlust von Landmasse durch das Meer geht immer schneller voran. Das hat die Umweltorganisation Greenpeace in einem Bericht vorgestellt und gleichzeitig gewarnt, dass man dieses Phänomen nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Satellitenaufnahmen aus dem Zeitraum von 1987 bis 2005 haben gezeigt, dass sich die Küste verändert und zwar so schleichend, das man dies oft gar nicht bemerkt. Das Ergebnis jedoch ist unwiderruflich verlorenes Land und immer mehr werden nun auch Küstenorte bedroht. Und der an der Costa Brava am meisten gefährdete ist Empuriabrava.

Hier – ähnlich wie auch in Santa Margarida und Platja d‘Aro - wird man die Auswirkungen des ansteigenden Meeresspiegels, veränderter Strömungen, Unwetter und vermehrtem Wellengang am deutlichsten spüren und die Gebäude in Strandnähe sind nicht nur gefährdet, sondern mittlerweile sehr stark gefährdet. Man hat ausgerechnet, dass vor allem Empuriabrava in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten etwa 70 Meter seines Strandes verlieren wird und sollte dies eintreffen, steht das Wasser schon fast in den Haustüren der Gebäude. Greenpeace-Experten haben ebenfalls ausgerechnet, dass sich der Wellengang um bis zu 250% zu dem aktuellen verändern könnte und das würde dann Brecher von mehr als zehn Metern bedeuten.

Was kann man tun? Greenpeace hat als Patentlösung nur die Reduzierung der Bebauung parat, aber das alleine kann es nicht sein. Wahrscheinlich werden alle Orte mit flachsen Stränden an der Costa Brava nicht umhin kommen, über Deiche oder andere Barrieren nachzudenken, um das Wasser aufzuhalten. Holland hat es vorgemacht und gezeigt, dass man keine Angst vor dem Meer haben muss und ähnliches müsste auch hier möglich sein.

PS. Wir reden hier nicht über einen Zeitraum von ein oder zwei Jahren, sondern die Veränderungen können durchaus noch zwanzig Jahre brauchen – aber das sie kommen, ist nicht mehr zu verhindern.



Freitag 20. Juli 2018 20.07.18 21:42

          

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