EMPURIABRAVA, 22.10.2018 - 23:15 Uhr

Umsätze in den Restaurants und Eisdielen gingen um bis zu 20% zurück

PROVINZ GIRONA / KATALONIEN / SPANIEN: Die Gastronomie an der Costa Brava leidet auch in diesem Jahr: nach neuesten Zahlen verloren die Restaurants und Eisdielen an der Küste bislang bis zu zwanzig Prozent Umsatz gegenüber den „guten“ Jahren zum gleichen Zeitpunkt (im letzten Jahr waren es sogar 30%). Nach Angaben des Gastronomieverbandes wird in den Restaurants erheblich weniger à la carte gegessen und die meisten Gäste entscheiden sich für das in der Regel preiswerte Tagesmenü – wenn sie denn überhaupt noch auswärts speisen. Der Trend geht im Moment eindeutig zur Selbstversorgung, also das Einkaufen in Supermärkten und das Kochen im Feriendomizil. Etliche Restaurants – vor allem im Süden der Costa Brava – haben schon darauf reagiert und bieten derzeit ausschliesslich Menüs an. Damit vermeidet man die Lagerung spezieller Waren, die ansonsten auf der Karte angeboten werden und die Kalkulationen werden einfacher. Die Kehrseite ist, das bei preiswert angebotenem Essen die Gewinnspannen schwinden und dies zur Folge hat, das schon zahlreiche Bedienungen und Küchenhilfskräfte vorzeitig entlassen werden mussten. Noch schlimmer trifft es anscheinend die Eisdielen: die leckere Schleckerei ist in Katalonien und Spanien traditionell etwas teurer, aber in diesem Jahr spürt die Branche, dass das Geld nicht mehr so locker in den Taschen sitzt. Statt einen Eisbecher in den Dielen zu verzehren, wird eine Kugel auf einer Waffel bestellt und das war es dann auch schon. In einigen Läden macht „Mitnahmegeschäft“ mittlerweile 90% des gesamten Umsatzes aus und die Terrassen bleiben dafür weitestgehend leer und füllen sich erst am Abend. Noch wurden keine Umsatzzahlen im Getränkebereich veröffentlicht, aber es ist davon auszugehen, das Bars und Kneipen ähnliche Verluste zu verzeichnen haben wie die Kollegen in den Restaurants.

 

Dienstag 22. Mai 2018 22.05.18 09:47

          

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