EMPURIABRAVA, 18.06.2018 - 20:56 Uhr

Jubiläum: 10 Jahre tschechisches Wildwasser-Kanuten-Team zum Training in Empuriabrava

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Sicherlich hat sich mancher gewundert, dass auf den Kanälen Empuriabravas ein für diese Jahreszeit – im letzten Monat - ungewöhnlich reges Treiben herrschte. Immer wieder sah man Kanus – und davon nicht gerade wenig – durch die Kanäle fahren und man fragte sich verwundert, warum diese gerade in der ungemütlichen und frischen Jahreszeit ihre Boote in Empuriabrava zu Wasser lassen.

Nun: seit einigen Jahren – besser gesagt seit genau zehn Jahren - schlägt die tschechische Nationalmannschaft der Wildwasser-Kanuten in Empuriabrava ihr Winter-Trainingslager auf und bereitet sich hier auf die harte und lange Sommersaison vor. Und die Tschechen sind wahrlich kein Team ohne Meriten: sie zählen weltweit zu den Besten ihrer Sportart und sorgen regelmässig bei den Wettbewerben und Rennen für Furore.

Hier noch ein paar Erklärungen zum Wildwassersport:
Mit Wildwasser bezeichnet man ein Gewässer mit schnellen Strömungen, starken Gegenströmungen, Wirbeln, Stromschnellen und zum Teil Wasserfällen. Wildwasser entstehen bei genügend Gefälle und/ oder Verengung des Gewässerlaufs (meist durch Felsen), wodurch das Wasser nicht mehr laminar strömen kann. Außerdem ist das Gefälle der Landschaft ausschlaggebend für die Intensität der Strömung.


Ab einer genügenden Wassermenge und Breite werden Wildwasser zur Ausübung von Wildwassersport – Wildwasserpaddeln, Wildwasserrennsport oder Rafting – befahren. Wildwasser werden in diesem Zusammenhang mit der Wildwasserschwierigkeitsskala bewertet.
Die meisten Wildwasser werden von natürlichen oder naturnahen Flüssen gebildet. In jüngerer Zeit werden für den Wildwassersport, vor allem die Kanu-Wettkampfsportarten Kanuslalom und Wildwasserrennsport, auch künstliche Wildwasseranlagen gebaut oder Wasserläufe mit ausreichendem Gefälle durch zusätzliche Hindernisse (meist Felsen) zu Wildwasserläufen ausgebaut.

Wildwasserrennsport ist eine Wettkampfdisziplin des Kanusports. Dabei geht es darum, eine Wildwasserstrecke in kürzester Zeit mit dem Boot zu befahren. Für ein Wildwasserrennen muss das befahrene Gewässer mindestens den Schwierigkeitsgrad III haben. Liegt er darunter, spricht man von Abfahrtsrennen.


Wildwasserrennsport ist zu unterscheiden von der olympischen Kanu-Disziplin Kanuslalom, die umgangssprachlich auch Kanu-Wildwasser genannt wird. Ebenso gibt es sogenannte Extrem-Wildwasserrennen bei denen Strecken bis Wildwasser V und VI befahren werden. Diese werden nicht in Rennbooten, sonder in gewöhnlichen Wildwasserbooten ausgetragen.
Im Wildwasserrennsport unterscheidet man Sprint- und Classic-Wettkämpfe.
Die Streckenlänge liegt beim klassischen Wildwasserrennen bei 4–8 km. Dies entspricht je nach Strömungsgeschwindigkeit Fahrzeiten von 12 bis 20 Minuten.

Seit Anfang der 1990er Jahre gibt es neben der klassischen Renndistanz, genannt Classic, den so genannten Wildwassersprint. Der Sprint wird auf einer 400–800 m langen Wildwasserstrecke in zwei Läufen gefahren, die Zeit beider Läufe wird dabei addiert. Pro Lauf benötigen die Sportler 60–120 Sekunden, abhängig von oben genannten Faktoren.

Über beide Strecken werden Einzel- und Mannschaftswettkämpfe ausgetragen. Eine Mannschaft besteht aus drei Booten der gleichen Bootsklasse, die gleichzeitig die Strecke befahren. Die Fahrzeit wird gemessen vom Start des ersten bis zur Zielankunft des letzten Bootes. Alle drei gestarteten Boote  müssen innerhalb von 15 Sekunden die Ziellinie durchfahren haben.
Text: ARENA & Wikipedia

Samstag 10. März 2018 10.03.18 06:16

          

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