EMPURIABRAVA, 23.10.2018 - 16:27 Uhr

Wem Gott ein Amt gibt…

…dem gibt er auch die Einsicht. Nach den gemachten Erfahrungen bestehen berechtigte Zweifel an dieser Behauptung. Noch mehr Zweifel bestehen an selbst erteilten Ämtern, wie im Fall der katalanischen Separatisten.

Da sitzt ein gewisser Putsch Damunt ohne Amt und Kompetenz, jedoch mit fettem Einkommen im komfortablen und für ihn sicheren Brüssel und denkt darüber nach, wie er und seine Mitstreiter unter Beibehaltung ihrer wirtschaftlichen Existenz und persönlicher Freiheit aus der von ihnen inszenierten Nummer kommen.

In Ermangelung rechtlicher Grundlagen setzt er daher auf Kreativität, Bauernschläue und neuartige Lösungsansätze, d.h. er möchte von außerhalb der Reichweite der spanischen Justiz von Brüssel aus per Standleitung und Skype am Spiel teilnehmen. Um dem Ganzen eine demokratische Optik zu verleihen, zaubert er einen Trick aus dem Oktober 2006 aus dem Ärmel, wonach man die „Vereinigung der Rathäuser für die Unabhängigkeit“ erfand.

Für den Fall einer Behinderung ihrer Aktivitäten durch Madrid wollte man auf diesem Weg Ämter und Kompetenzen der Generalitat dem spanischen Zugriff entziehen. Als Legitimation für die Amtsträger reichte eine simple Anmeldung und der Erhalt eines Mitgliedsausweises. Obwohl davon nur etwa ein Drittel der CAT-SEPs Gebrauch machte, scheut man sich nicht, dies als „Asamblea de electos“, bzw.  eine Mehrheit zu verkaufen. Nach dem Willen Putsch Damunts kann das als allerhöchstes, das Autonomieparlament ersetzendes Gremium betrachtet werden, das ihn zum Präsidenten Catalunyas wählen soll.

Es bestätigt sich mal wieder, dass selbst erteilte Ämter weniger der politischen Einsicht, als vielmehr vom Steuerzahler zwangsfinanzierten und gutbezahlten Jobs dienen.

06-02-2018 Max

Donnerstag 15. Februar 2018 15.02.18 21:24

          

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