EMPURIABRAVA, 25.09.2018 - 01:24 Uhr

Unser Herbert “Der Wanderer” Strothbäumer feierte seinen 75. Geburtstag

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Der vergangene Samstag war eigentlich ein historischer Tag, wenn man ihn aus der Warte von Herbert, dem Chef der grössten Wandergruppe des Empordà, betrachtet. Er feierte nämlich seinen 75. Geburtstag und ohne irgendwelche hämischen Lobhudeleien von ARENA, für die wir ja eigentlich berühmt sind, muss man ehrlicherweise sagen, das „uns Herbert“ bei weitem nicht so aussieht, wie es das hohe Alter vermuten liesse. Mit anderen Worten: der olle Wandervogel hat sich prächtig gehalten. Kein Wunder bei 52 jährlichen Wanderausflügen mit bis zu 60 Teilnehmern und im Schnitt 10 Kilometer strammen Marschierens sowie wöchentlichen Fahrradtouren mit Strecken von bis zu 40 Kilometern – da kann man ja nicht älter werden.

Herbert führt die Wanderungen mittlerweile seit 18 Jahren durch und seit 12 Jahren veröffentlicht er seine „Abenteuer“ in ARENA. Man muss sich diese Zahl 18 mal auf der Zunge zergehen lassen: diese Zahl entspricht knapp 800 Wanderungen und mit bei 30 durchschnittlichen Teilnehmern etwa 25.000 „Mitläufern“ und 10.000 Kilometer Laufens. Wahrscheinlich sind es noch mehr, denn die 30 Wanderer sind eine ARENA-Schätzung.

Was viele nicht bedenken, ist die enorme Vorarbeit für nur eine Strecke und es gibt laut Herbert über 50 verschiedene Geläufe. Er muss die Wege abgehen, er muss schauen, das es nicht zu gefährlich und auch nicht zu anstrengend ist, es müssen genügend Parkplätze für die Teilnehmer da sein und jeder muss letztendlich auch wieder zurückfinden, wenn er den Anschluss verloren hat. Herbert muss darauf achten, welches Schuhwerk und welche Bekleidung nötig ist und evtl. dafür sorgen, dass bei manchen Wanderungen die Leute auch eine Badehose eingepackt haben. Anschliessend muss er ein passendes Restaurant finden, wo es a) schmeckt und b) die Teilnehmer alle Platz finden. Denn nach der Wanderung sind die „Athleten· natürlich hungrig und etwas Warmes braucht der Mensch ja auch. Wie erwähnt: das ist alles nicht so einfach und muss im Vorfeld erkundet werden.

Zur Person Herbert Strothbäumer werden wir an dieser Stelle nicht viel sagen – das heben wir uns für ein ausführliches Interview vor dem Sommer auf, wo er dann „die Hosen runterlassen“ muss.

Aber zur Geburtstagsfeier gibt es noch ein paar warme Worte zu sagen. Gefeiert hat er am Samstag im Restaurant „Moli de Vent“ (Windmühle) in Garriguella, einem urigen Laden ausserhalb des Ortes, der – seien wir mal ein bisschen gemein – vom Alter her schon ein wenig zu Herbert passt. Etwa 30 Gäste waren erschienen – der Grossteil natürlich Wanderfreunde von jung bis alt – und auch ARENA war eingeladen (schliesslich ist er ja ein regelmässiger Schreiber der Zeitung und ruiniert uns regelmässig mit seinen horrenden Honorarforderungen.....) und amüsierte sich köstlich.

Nach einem leckeren und ausgiebigen Menü hatten einige Teilnehmer Kurzauftritte mit humoristischen Beiträgen vorbereitet und führten diese vor. Alle Achtung: wir haben alle herzhaft gelacht und für eine Laiendarbietung war dies bei allen Vorträgen einsame Spitze. Herbert setzte dann noch einen drauf und sang ein Lied seines grossen Idols Elvis Presley live und ohne doppelten Borden. Die anwesenden Damen bildeten dabei einen Kreis um ihn und am verschmitzten Lächeln sah man, das Herbert nun voll in seinem Element war.

Dann ging es Richtung Tanzparkett und da der Verfasser dieser Zeilen unglücklicherweise genau dann immer ein böses Bein hat, wenn es ums „Zappeln“ geht, ging es für ihn Richtung Heimat. Wie lange die Feier dann noch dauerte ist nicht bekannt und ist aber auch nicht wichtig, denn die Hauptsache ist, das sich alle gut amüsiert haben – und das haben sich alle.

Weitere Bilder in der Fotogalerie von ARENA.

Montag 08. Januar 2018 08.01.18 22:39

          

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