EMPURIABRAVA, 11.12.2018 - 07:19 Uhr

Wieder mal wenig los in Empuriabrava und Roses

EMPURIABRAVA / ROSES / KATALONIEN: Ging oder fuhr man vergangene Woche durch Empuriabrava, Santa Margarida oder Roses, fühlte man sich – wieder einmal - um Jahrzehnte zurückversetzt in Zeiten, wo sich über Weihnachten Fuchs und Hase in der Region die Hand gegeben haben. Nichts war los, manchmal sogar weniger als überhaupt nichts. Als ob Weihnachten in diesem Jahr ausgefallen wäre – und niemandem wäre es aufgefallen. Auf den Strassen war man abends froh, alle paar Minuten mal ein Fahrzeug zu sehen, die Weihnachtsbeleuchtungen mussten gänzlich ohne staunenden Menschen leise vor sich hin flackern und in den teilweise mit sehr viel Liebe und Arbeit dekorierten Geschäften sah man teilweise nur noch das auch schon reduzierte Personal.

Wie sagte ein Anzeigenkunde schon im letzten Jahr so treffend: “Im November waren mehr Leute im Ort als über Weihnachten.“ Und das trifft auch auf 2017 zu! Bis kurz vor dem Fest sah man tatsächlich – wenn auch nicht viele – bekannte Gesichter, die man eigentlich immer trifft, aber ab dem 22. oder 23. waren auch diese verschwunden. Viele verbringen Weihnachten in Deutschland, Österreich, Holland und anderen christlichen Ländern und feiern dort im Kreise ihrer Familie oder aber einfach nur so, weil es schöner ist. Wieder andere fahren in Urlaub und gönnen sich statt überflüssiger Geschenke ein paar Tage in der Sonne.

Dies alles kann man verstehen, aber für Empuriabrava oder Roses bedeutet dies nichts Gutes. Wo sind denn nun alle diejenigen geblieben, die sonst die Feiertage in unserer Region verbringen? Da wären zunächst einmal die Franzosen, die in diesem Jahr kaum kamen. Im letzten Jahr kamen wegen der terroristischen Anschläge nur ein Bruchteil und in diesem Jahr sind es bislang auch nicht viel mehr.

Und die Deutschen? Diese haben sich schon seit Jahren mehr und mehr über Weihnachten und Silvester für andere Urlaubsregionen entschieden und man sieht immer weniger Germanen. Die Gründe? Zu teuer, teilweise schlechter Service, immer weniger Flugverbindungen und das unbeständige Wetter – um nur ein paar Punkte zu nennen. Im Sommer bei strahlendem Sonnenschein mag das noch hinnehmbar sein, aber nicht im Winter, wenn sowieso wenig los ist und dem Urlauber so gut wie nichts geboten wird (wobei die Rathäuser in Castelló d’Empúries und Roses daran arbeiten und mehr und mehr Attraktionen anbieten, aber diese Aktionen kommen möglicherweise viel zu spät).

Andere Nationalitäten kommen erfahrungsgemäss höchstens sporadisch und tragen kaum zu mehr Bewegung in der Orten bei.

Schön ist trotzdem, dass es doch so manche Geschäfte schaffen, trotz der wenigen Leute gut und lohnend zu arbeiten. Hier zieht es auch die Einheimischen hin und das zeigt wieder einmal, dass gute Arbeit honoriert wird – und kurios ist, dass es noch nicht einmal auf den Preis ankommt, sondern die Qualität und der Service gerne bezahlt werden.

Seit dem 26.12. sieht man ein ganz klein wenig mehr Bewegung auf den Strassen und an Silvester wird es wohl doch noch halbwegs voll werden – aber nur vom 31.12. bis Neujahr, denn dann reisen die meisten schon wieder ab.

Donnerstag 28. Dezember 2017 28.12.17 18:20

          

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