EMPURIABRAVA, 18.01.2018 - 14:38 Uhr

Roses will höchste Stelle der Costa Brava errichten

ROSES / KATALONIEN / SPANIEN: Wenn man zu hoch hinaus will kann man auch tief fallen – so heisst es zumindest. Im Fall von Roses wird dies wahrscheinlich nicht so sein, obwohl man ehrgeizige „Höhenpläne“ hat. In einer Ratssitzung wurde überlegt, wie man sich von den anderen touristischen Orten der Costa Brava abgrenzen kann und man war auf der Suche nach etwas Besonderem. Die Diskussion dauerte einige Stunden, denn es ist gar nicht so einfach, aussergewöhnliche Dinge zu finden, die einen Ort interessant machen und auch noch finanzierbar sind. Letztendlich einigte man sich auf einen sogenannten „Mindan-Tower“ (nach Bürgermeisterin Montse Mindan benannt), der nicht nur Roses, sondern die ganze Costa Brava überragen und so zu einer einzigartigen Attraktion werden soll. Die Pläne werden am 28.12.2017 um 17.00 Uhr im Theater von Roses auf einer Grossbildleinwand mit anschliessender Verköstigung mit handgemachten Spezialitäten aus der Molekularküche des ehemaligen „El Bulli-Betreibers“ Ferran Adrià vorgestellt.

Die Kosten für den etwa 300 Meter hohen Wohn- und Geschäftsturm sind überschaubar und die momentanen Kostenvoranschläge überschreiten die 500 Millionen-Grenze nicht (kann aber teurer werden, siehe Flughafen BER oder Stuttgart 21).

Der Turm soll zumindest oben drehbar sein (horizontal ist logisch, aber vielleicht auch vertikal) und zwei Restaurants beherbergen. Hier haben sich kurioserweise schon zwei Deutsche gemeldet und Jürgen H. vom Laguna in Santa Margarida schwebt ein „Hard Rock Café“ mit Spinat-Burgern vor und Harry P. von der „Insel“ in Roses möchte eine schwäbische Weinstube mit Maultaschen in allen Varianten eröffnen. Zwei richtig gute Geschäftsmodelle, die zu 100% funktionieren werden. Zudem wird an der Aussenfassade von oben bis unten eine Art Achterbahn installiert, mit der man dann in fünf Sekunden die 300 Meter nach unten überbrücken kann und nicht auf den lästigen und langsamen Aufzug warten muss..

Namensgeberin und Bürgermeisterin Mindan will den Turm an der Stelle des dann ehemaligen Rathauses errichten lassen und die Amtsräume für Roses dann in die Stockwerke 32 bis 39 verlegen. Finanzieren will man das ehrgeizige Projekt mit Spenden der Bewohner und wenn dies nicht reicht, mit einer Sondersteuer namens „Turm von Roses“.

Nicht schlecht die Idee, vielleicht ein wenig teuer, aber Madrid hat ja in Katalonien noch einiges gutzumachen und wenn die ganzen Bestechungsgelder, die in den Taschen diverser hochrangiger Personen verschwunden sind, endlich mit Zins und Zinseszins zurückgezahlt werden, sollten die 500 Millionen nur Peanuts sein.

PS. Nach Gerüchten hat sich das Rathaus in Castelló d'Empúries schon in Dubai nach den Plänen des höchsten Gebäudes der Welt erkundigt – sollten die etwa....?

(Symbolfoto)

Samstag 23. Dezember 2017 23.12.17 09:37

          

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