EMPURIABRAVA, 21.11.2017 - 16:28 Uhr

Meeresspiegel an der Costa Brava um 15 Zentimeter gestiegen

COSTA BRAVA / KATALONIEN / SPANIEN:  Forscher der Universität Girona haben sich in einer gross angelegten Studie mit dem Klimawandel an der Costa Brava beschäftigt.
Nach ihren Untersuchungen ist der Meeresspiegel in den letzten fünfzig Jahren um etwa fünfzehn Zentimeter gestiegen, was unter anderem auch bedeutet, dass knapp einhundert Hektar Strand verschwunden sind. Das momentan sehr angenehme Klima an der Küste der Provinz Girona führen die Wissenschaftler nicht zuletzt auf das Abschmelzen der Gletscher in den Pyrenäen zurück, die im Grunde genommen kaum noch vorhanden sind.
Die Prognose für die nächsten Jahre ist, dass sich die Temperaturen stark verschieben werden. Man erwartet wesentlich kürzere Sommer mit sehr hohen Hitzegraden, dafür werden Frühling und Herbst wesentlich angenehmer und wärmer.
Der Winter wird ebenfalls kürzer und in einigen Jahren wird es nach Meinung der Experten so sein, dass man den Urlaub mit Skiern und Badehose planen kann: also morgens im Mittelmeer ein Bad nehmen und am Mittag zum Wedeln auf die Skipiste fahren. Sorgen bereiten der Universität die immer schwächer werdenden Niederschläge. Nimmt man die Aufzeichnungen der letzten Jahre, rechnet man allgemein mit einem Rückgang des Regens um 15%, in den Küstenregionen sogar um 40%. Hier werden über kurz oder lang wahrscheinlich nur Entsalzungsanlagen helfen, was aber einen extremen Anstieg der Wasserpreise nach sich führen würde.
Um die Strände zu retten, empfehlen die Wissenschaftler den Bau von Dämmen und Deichen, um zumindest die in den nächsten einhundert Jahren das Abnehmen von Landmasse zu verhindern. Alle Pläne könnten hinfällig werden, wenn Massnahmen gegen den Klimawandel getroffen würden: nach Meinung der Universität könnte dies noch einiges retten, aber global gesehen ist man pessimistisch, dass diese durchgesetzt werden.


Montag 18. September 2017 18.09.17 19:18

          

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