EMPURIABRAVA, 17.10.2017 - 22:29 Uhr

Franzosen sind Immobilienkäufer Nummer 1 – Deutsche warten ab

COSTA BRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Wenn derzeit an der nördlichen Costa Brava eine Immobilie verkauft wird, steckt als Käufer fast sicher ein Franzose dahinter. Weiter südlich im Raum Platja d’Aro und Lloret de Mar dominieren seit ein paar Jahren die Russen – allerdings kaufen diese fast ausschliesslich Luxusobjekte – und noch weiter im Süden im Raum Blanes sind es vornehmlich die Barceloneser, die sich eine Zweitresidenz zulegen.
Warum aber gerade die Franzosen? Nun: die Costa Brava liegt recht nah und beispielsweise bis nach Toulouse braucht man gerade einmal zweieinhalb Stunden mit dem Auto. Hinzu kommt, dass die Preise hier für die französischen Nachbarn immer noch recht günstig sind und ein nicht unwesentlicher Punkt dürfte auch sein, dass man hier in Katalonien immer noch einen Teil des Kaufpreise  - sagen wir mal vorsichtig – in „B“ bezahlen kann. In Zeiten einer neuen Regierung nicht die schlechteste Möglichkeit, unauffällig Geld verschwinden zu lassen.
Das erklärt auch die Tatsache, dass die wenigsten französischen Käufer einen Kredit benötigen und wenn doch, werden nur kleine Summen beantragt.
Aber wo sind die anderen Nationalitäten, die vor ein paar Jahren noch das Alt Empordà bevölkerten? Nach Meinung von Experten warten diese mit dem Kauf einer Wohnung oder Hauses. Es ist allgemein bekannt, dass Immobilien in den letzten zwei Jahren erheblich preiswerter geworden sind und wahrscheinlich noch billiger werden, da die Nachfrage stark nachgelassen hat. Vor allem Deutsche und Holländer haben es nicht eilig und reizen die Situation aus. Entweder wird bei einem absoluten Schnäppchen zugeschlagen oder man verschiebt den Kauf oder sucht sich in einem anderen Land eine Ferienimmobilie.
Speziell die Deutschen hatten Angst vor dem spanischen Küstengesetz und schon aus diesem Grund kam es für die meisten nicht in Frage, in Empuriabrava oder Santa Margarida etwas zu erwerben. Dies ist nun anderes und man wird sehen, ob vor allem die Bootsfahrer die beiden Orte hier im Norden Kataloniens wieder für sich entdecken.
Man geht davon aus, dass spätestens im nächsten Jahr die Abwärtsspirale bei Immobilien stoppt und rechnet dann auch wieder mit dem restlichen Nordeuropa als Immobilienkäufer.


Montag 18. September 2017 18.09.17 19:07

          

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