EMPURIABRAVA, 19.11.2017 - 06:07 Uhr

Schwerverletzter Radfahrer nach Sturz über gezielt gespanntes Drahtseil

ARDENYA / KATALONIEN / SPANIEN: Eine der am vergangenen Freitag entdeckten Fallen für Radfahrer – gespannte Drahtseile über  offizielle Radwege im Ardenya-Massiv – hat nach Angaben ein Opfer gefunden.  Ein Mann fuhr vorher in eine dieser Fallen, überschlug sich mehrfach und trug Verletzungen am Kopf und am Körper davon. Die alarmierte Polizei kontrollierte daraufhin die Radwege in dem teilweise waldigen Gebiet und fand insgesamt fünf der fiesen und eventuell tödlichen Fallen für die Sportler auf zwei Rädern. Die Drähte sind so angebracht, das man sie erst sieht, wenn man davorsteht und ein Radler, der auch noch möglicherweise mit hoher Geschwindigkeit kommt, hat keine Chance diese Falle zu bemerken.
Im letzten Jahr fand man ähnliche Fallen für Freizeitradler in ländlichen Gebieten von Palamós, Calella de Palafrugell, auf dem Weg Puig de Santa Grau bei Sant Gregori und bei Maçanet de la Selva. In letzterem Fall fand der örtliche Radclub auf dem öffentlichen Weg von Can Vilaret nach Maçanet de la Selva Stahlnägel von bis zu sieben Zentimeter Länge fest in den Boden eingegraben und auch noch an verschiedenen Stellen des Weges.
Wer diese Schweinereien begeht, liegt im Dunkeln. Man hat zwar radikale Naturschützer oder Menschen mit einer angeborenen sadistischen Ader im Verdacht, doch noch fand man keinerlei Anhaltspunkte oder Spuren.
Da es ja mittlerweile auch im Einzugsgebiet von ARENA immer mehr Radfahrer gibt, die nicht nur auf den Strassen, sondern auch mit ihren geländegängigen Maschinen in Wald und Flur unterwegs sind, kann man nur raten, ständig einen Helm und Protektoren für die Knie und Ellenbogen zu tragen. Dies schützt zumindest ein wenig, wenn man plötzlich gegen einen Draht fährt und sich anschliessend schmerzhaft überschlägt. Auf jeden Fall sollte so schnell wie möglich die Polizei oder die Waldhüter informiert werden, damit diese die Falle(n) umgehend entfernen und den Tatort nach Spuren und eventuellen Beweismitteln untersuchen.


Mittwoch 13. September 2017 13.09.17 20:27

          

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