EMPURIABRAVA, 21.09.2017 - 05:28 Uhr

Die „Fata Morgana-Tankstellen“ der Provinz Girona

PROVINZ GIRONA / KATALONIEN / SPANIEN: So mancher, der in der Provinz Girona wohnt, wird im Laufe der Jahre an irgendwelchen Tankstellen vorbeigefahren sein, die schon ewig ausser Betrieb sind. Sie stehen als Mahnmal für einst bessere Zeiten, als noch mehr getankt wurde oder die „Tanken“ an völlig unsinnigen Stellen errichtet wurden. Die Stationen wurden irgendwann einmal aufgegeben und verlassen und stehen nun einfach in der Gegend rum, ohne das sich jemand grossartig darum kümmert, wir das Ganze aussieht.
Die Rechtslage ist eigentlich eindeutig: wer gebaut hat muss auch wieder abreissen und die Natur in den Zustand versetzen, wie sie vorher war. Aber eben nur eigentlich, denn im ganzen Land findet man Gebäude, die irgendwann einmal genutzt wurden oder wo mit dem Bau begonnen, dieser aber nicht beendet wurde. So richtig interessiert es niemanden und wenn doch, sind die Eigentümer entweder pleite oder nicht mehr aufzufinden. Sicher würde gerne so mancher die Grundstücke nutzen, aber in diesem Fall müsste der Interessent für den Abriss sorgen und verständlicherweise will das niemand so richtig und aus diesem Grund sucht man sich lieber ein freies Gelände.
Im Fall der Tankstellen will man nun schon aus Imagegründen handeln und diese verschwinden lassen, aber hier sind erst einmal die Rathäuser zuständig und erst dann die Generalitat. Bei den ständig leeren Kassen kann es sich keine der beiden Institutionen leisten, den Abriss zu finanzieren und da man an den alten Eigentümer nicht herankommt ….. siehe oben.
So wird man wahrscheinlich noch ein paar Jahre die Bauruinen bewundern können, die vielleicht irgendwann sogar als Touristenattraktion dienen könnten nach dem Motto: „Guck mal, das stammt noch aus Zeiten, als es Katalonien gut ging.“


Freitag 25. August 2017 25.08.17 20:28

          

Weitere Meldungen: