EMPURIABRAVA, 18.11.2017 - 07:10 Uhr

AC / DC-Coverband „Black Bells“ räumte im Poblat Típic ab und auf

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Schade, dass das Konzert der AC / DC-Coverband „Black Bells“ im Vorfeld fast in Vergessenheit geriet und dementsprechend auch wenig beworben wurde – und erst am Veranstaltungstag, der letzte Mittwoch war es, wurde über die sozialen Netzwerke aufgerufen, doch mal einen Blick auf den ehemaligen Kirchplatz Empuriabravas (ja, so was gibt und gab es) zu werfen und nebenbei eine der Bars am Platz, aus deutscher Sicht das „El Rastro“ zu besuchen.
Wie dem auch sei: am Anfang war der Besucherandrang bei den Klängen der Hits der australischen Band AC / DC recht übersichtlich und man konnte sogar aus dem Lokalen heraus das Geschehen  ungestört verfolgen. Das änderte sich aber recht schnell, denn die „Black Bells“ hatten ordentlich Wumms in ihren Lautsprechern und dementsprechend angenehm laut wurde es dann auch – so muss Rock oder Heavy sein: dreckig und voll auf die Nuss.

Die Band wurde besser, die Leute kamen angezogen von dem Radau von der Strasse auf den Platz und so waren am Ende dann alle zufrieden: die Hörer, die Band und die Lokale. Aber das war auch nicht sonderlich schwer, denn die „Black Bells“ hauten einen Gassenhauer nach dem anderen der „3-Akkorde-Band“ aus Down Under  raus und das überwiegend etwas reifere Publikum kennt die Lieder eben. Man sah so manche friedhofsblonde Mähne leicht bangen, die Füsse stampften im Takt der Musik und so einige wagten sich ans Mitsingen – toll, einfach nur toll.

Der Sänger der Band sieht aus wie eine etwas kleinere Version des Originalsängers Brian Johnson und hat aber eine etwas höhere Tonlage. Wie sagte eine Besucherin: „Wie kommt aus so einem kleinen Mann solch eine Stimme!“, denn der Sänger, dessen Namen wir leider nicht kennen, misst höchstens 1,70 m, hat aber ein Lungenvolumen wie Luciano Pavarotti. Auch eine jüngere Kopie des AC / DC Bandleaders Angus Young war dabei und dieser stand dem Original ebenfalls nicht viel nach und traute sich sogar den üblichen Striptease beim Song „The Jack“ zu und legte bis auf die Shorts ab. Überhaupt waren die Bewegungen gut kopiert inklusive Hüpfen, auf dem Boden liegend Gitarre spielend und am Ende des Sets leuchtende Teufelshörnchen auf dem Schädel habend.  Bass, Rhytmusgitarre und Schlagzeug erledigten ihre Jobs ebenfalls hervorragend und professionell. Komisch, dass vorher noch niemand von der Band etwas gehört hatte, stammen sie doch aus Girona.

Bei dem etwa 90-minütigen Konzert wurde kein Hit von AC / DC ausgelassen und die „Black Bells“ beendeten den Auftritt mit dem traditionellen Abschlusssong „For those about to rock - We salute you“.

War alles klasse und man kann nur hoffen, dass einige andere Lokale auf die „Black Bells“ aufmerksam geworden sind und wir den Fünfer bald wieder in der Nähe begrüssen dürfen.

Weitere Bilder in der Fotogalerie.

Freitag 25. August 2017 25.08.17 20:42

          

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