EMPURIABRAVA, 24.11.2017 - 00:59 Uhr

Klimawandel beeinflusst Fischpopulation im Cap de Creus

ROSES / KATALONIEN / SPANIEN: Das Meer wird ständig wärmer und ganz besonderen Einfluss hat diese Tatsache auf das Cap de Creus. Die Wassertemperaturen dieser Meeresregion gehören zu den tiefsten im gesamten Mittelmeerraum und dies führte dazu, dass sich dort eine ganz eigene Kolonie von Meeresbewohnern angesiedelt hat, die es in dieser Vielfalt sonst nirgendwo gibt. Nun steigen die Wassertemperaturen und nach einer Untersuchung der Universität Girona haben schon die ersten Fische den Raumverlassen und sich kühlere Gebiete gesucht – wenn sie denn noch dazu kamen. Man befürchtet, dass etliche Arten nicht mehr flüchten konnten und einfach wegstarben – das würde auch erklären, warum so mancher Fisch schon seit einiger Zeit nicht mehr gesichtet wurde.
Andererseits findet man seit einigen Jahren immer wieder Fischexemplare, die früher das Cap de Creus gemieden haben. Sogar Arten, die sonst nur vor den Kanaren in wärmeren Gewässern vorkommen, gingen den Fischern schon ins Netz.
Mittlerweile wurden auch die Raubfische Barrakuda und Blaufisch gefunden und die Forscher nehmen an, dass diese sich bald stark vermehren und so noch einmal zu einer Veränderung der Gesamt-Population sorgen werden.
Die Untersuchungen der Universität dauerten anderthalb Jahre und alles wurde genauestens beobachtet und registriert. Letztendlich kam man zu dem Ergebnis, dass die nächsten Jahre noch einiges an Überraschungen für das Cap de Creus bereithalten und es möglicherweise tatsäch- lich so kommt, dass die bekannten Fische nach und nach verschwinden und Platz für neue Arten machen (müssen).
Welche Auswirkungen dies letztendlich auf den Fischfang hat, vermag man noch nicht zu sagen


Mittwoch 23. August 2017 23.08.17 18:35

          

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