EMPURIABRAVA, 22.09.2017 - 06:27 Uhr

Katalonien: Aufruhr unter den Ärzten

KATALONIEN / SPANIEN: Die 225.000 Ärzte, die spanienweit der Medizinischen Organisation der Ärzte- schaft angehören, schlugen jetzt Alarm. Wenn die Einschnitte bei der Versorgung im Gesundheitswesen so weitergingen, müsse man um die Qualität der Versorgung der Patienten bangen. In vielen Krankenhäusern in Katalonien hat die Schliessung der OP-Räume an Nachmittagen dazu geführt, dass nur noch äusserste Notfälle wie Krebsoperationen oder Herz-Kreislaufzusammenbrüche sofort behandelt werden. Die Wartelisten für alle anderen Krankheiten und Leiden haben sich landesweit um etwa 20 % erhöht. Besonders auf neue Kniegelenke oder Hüften müssen die Patienten bis zu anderthalb Jahren warten, wenn sie in öffentlichen Krankenhäusern der Generalitat behandelt werden wollen.
Fachleute des Gesundheitswesens gehen davon aus, dass die Versorgung durch die Reduzierung der Leistungen der spanischen Sozialversicherung immer mehr in den privaten Sektor verlagert wird, will heissen, dass die Patienten für die ärztlichen Leistungen ins eigene Portemonnaie greifen müssen.

Mittwoch 23. August 2017 23.08.17 18:31

          

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