EMPURIABRAVA, 23.09.2017 - 05:38 Uhr

Hauspersonal muss versichert werden

KATALONIEN / SPANIEN: Die Tatsache, dass auch in Spanien kaum noch Haushaltshilfen, Putzfrauen oder Dienstmädchen zu finden waren, die ohne soziale Absicherung arbeiten wollten, hat dazu geführt, dass seit ein paar Jahren alle Menschen, die in dieser Branche tätig sind, bei der spanischen Sozialversicherung angemeldet sein müssen. Auch ihre Arbeitsverträge müssen über die hiesigen Arbeitsämter abgewickelt werden. 

Die rund 700.000 Betroffenen, davon die überwältigende Mehrheit aus Lateinamerika oder den früheren Ostblockstaaten, müssen  ihren Status reguliert haben. Dabei ist es gleichgültig, ob die Hilfskraft im Haushalt dort nur zwei oder drei Stunden oder ganztägig beschäftigt ist: alle müssen ihren Status darlegen. Gewisse Formulare können über das Internet heruntergeladen werden. Soll die Kraft für mehr als vier Wochen beschäftigt werden, muss ein schriftlicher  Vertrag unterzeichnet werden.  Die Gewerkschaften jubilierten, mussten aber gleichzeitig zugeben, dass die Formalien, die zu beachten sein werden, „kompliziert sind“.  Wichtig ist für diese meist schlecht bezahlten Hausangestellten, dass sie über den Eintritt in die spanische Sozialversicherung  Rechte auf eine spätere Rente erwerben.

Mittwoch 09. August 2017 09.08.17 20:44

          

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