EMPURIABRAVA, 18.10.2017 - 22:31 Uhr

Die Hälfte aller „Knöllchen“ wird zwangsweise eingetrieben

PROVINZ GIRONA / KATALONIEN / SPANIEN: Die staatliche Inkasso-Firma „Xaloc“, die für 15 Gemeinden innerhalb der Provinz Girona arbeitet, hat in diesem Jahr bislang mehrere Millionen Euro für kleine Verkehrsvergehen wie beispielsweise Falschparken eingetrieben. 51,8% dieser Summe wurden allerdings nicht in der vorgegebenen Frist gezahlt, sondern mussten zwangsweise eingetrieben werden.

Bekommt ein Fahrzeughalter ein Strafmandat, hat er in der Regel zwei Wochen Zeit, dieses zu bezahlen. Verstreicht die Frist, übernimmt die Inkasso-Firma den Fall und schlägt zu der eigentlichen Summe ein Verzugsgeld sowie Zinsen hinzu. Wird dann immer noch nicht gezahlt, wird ein Schnellverfahren eingeleitet und Konten, Gehälter, Autos oder sogar Immobilien können bis zur fälligen Summe beschlagnahmt werden – und dies gilt mittlerweile nicht nur innerhalb der Gemeinde, sondern seit einiger Zeit in ganz Spanien. Wenn also jemand in Empuriabrava falsch geparkt hat und erwischt wurde, der Halter des Fahrzeugs aber in Madrid wohnt, kann die Exekutive dort zuschlagen.

In der Provinz Girona wurden im Laufe des Jahres knapp 40.000 Verfahren gegen säumige Zahler eingeleitet.


Mittwoch 02. August 2017 02.08.17 21:42

          

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