EMPURIABRAVA, 17.08.2017 - 01:47 Uhr

Strandwacht Kataloniens fordert mehr Aufklärungsarbeit für Touristen

PROVINZ GIRONA / KATALONIEN / SPANIEN: Die Firma „Pro-activa“, die für die Sicherheit der Urlauber an mehr als 80 Stränden Kataloniens zuständig ist, hat die Behörden aufgefordert, mehr Aufklärungsarbeit bezüglich der Verhaltensweisen vor allem bei ausländischen Touristen zu leisten. Wie der Direktor des Unternehmens, Òscar Camps, erläuterte, kennen die meisten Strandbesucher noch nicht einmal die Basispunkte zur eigenen Sicherheit im Meer, macht ihnen aber auch keinen Vorwurf. „Wie soll jemand beispielsweise aus Nordeuropa, der keinen normalen Strand kennt oder unter ganz anderen klimatischen Verhältnissen lebt, die lebensnotwenigen Regeln kennen, die bei einem Sprung ins Meer dringend vonnöten sind?“, sagte Camps und weiter: „Ähnliches gilt für einheimische Urlauber aus dem Landesinneren, die keinerlei Erfahrung mit dem Meer haben.“ Vier von zehn Unfällen im Mittelmeer passiert unter Beteiligung eines Ausländers, „die die elementare Kultur des Strandlebens nicht kennen“.

Pro-activa fordert nunmehr die Gemeinden auf, intensive Aufklärungs- arbeit mittels Flyern oder Zeitungswerbung in verschiedenen Sprachen zu leisten, um die Sicherheit der „Srand und Sonne-Region“ zu gewährleisten. Der Generalitat hab er den Tipp, im Fernsehen Spots mit der entsprechenden Aufklärung zu schalten, wie es auch mit Aktionen zum Anlegen des Sicherheitsgurtes oder dem Tragen von Helmen beim Motorradfahren gemacht wird.

Den Fluggesellschaften legte er nahe, während der Anreise nach Katalonien ein Video mit den entsprechenden Tipps laufen zu lassen, wie es auf Australien-Flügen schon seit 2003 üblich ist.
Mit diesen Massnahmen würde das Risiko für Besucher minimiert und die Strandwächter müssten nicht so oft einschreiten.

Unsere Meinung: Òscar Camps hat sich richtig Gedanken zu dem Thema gemacht und das ist beispielhaft. Seine Anregungen sollten unterstützt werden, denn letztendlich können diese nur zu einem führen: Durch Prävention Leben retten.


Montag 10. Juli 2017 10.07.17 19:15

          

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