EMPURIABRAVA, 22.10.2017 - 08:22 Uhr

Das Vulkanmuseum in Olot

OLOT / KATALONIEN / SPANIEN: Das Vulkanmuseum von Olot ist in einem im Stil des katalanischen noucentisme erbauten Haus untergebracht, das für sich allein genommen schon einen Besuch lohnt.
Das Museum liegt mitten im städtischen Parc Nou, einem ehemals herrschaftlichen Garten, der vor wenigen Jahren in einen botanischen Park umgewandelt wurde, und macht uns mit dem Wie und dem Warum dieser den Verwaltungsbezirk der Garrotxa bevölkernden schlafenden Riesen vertraut.
Das in eine zauberhafte Umgebung eingebettete Gebäude wird von einem romantischen Park im englischen Stil umringt, der einst zu einem herrschaftlichen Anwesen gehörte. Zu der 4 ha großen Anlage gehört ein kleines Waldgebiet mit botanisch außergewöhnlich interessanten Exemplaren; schön ist auch ein Spaziergang im Schatten der hohen Sommereichen und Buchsbäume, so wie sie für die einheimische Vegetation typisch sind.
Das nicht allzu große Museum selbst befindet sich in der Torre Castanys, einem eleganten, von Josep Fontserè erbauten Herrenhaus, das man über einen die gesamte Fassade beherrschenden großen Treppenaufgang erreicht.
In den einzelnen Museumssälen werden dem Besucher in klarer, verständlicher Weise die geologischen Merkmale der Garrotxa erklärt. Seismologische und vulkanische Phänomene, ebenso aber auch die wichtigsten Ökosysteme des Verwaltungsbezirks werden in Form von Grafiken, Fotografien und Illustrationen sehr didaktisch dargestellt. Im ersten Abschnitt der Ausstellung kann man sich mit den Geheimnissen der Vulkane vertraut machen und erlebt am eigenen Körper, was es heißt, wenn alles um einen herum zu beben beginnt.
Anschließend führt uns ein zehn Minuten langer Videofilm in das mittelalterliche Olot, das in jener Zeit von einem Erdbeben gänzlich zerstört wurde. Begleitet wird diese Vorführung durch ein von einem Simulator hervorgerufenes "Erdbeben"; was hier völlig ungefährlich durch die Schwingungen einer hydraulischen Plattform ausgelöst wird, musste den damaligen Bewohner der Stadt angesichts der sie umgebenden aktiven Vulkane Angst und Schrecken einjagen. Heute können wir diesbezüglich völlig beruhigt sein, denn alles war ja nur Fiktion, und die sich uns darbietenden Vulkankegel schlafen bereits seit Jahrhunderten.
www.costabrava.org

Freitag 19. Mai 2017 19.05.17 18:46

          

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