EMPURIABRAVA, 22.10.2017 - 08:21 Uhr

Katalanische Wasseragentur: Es gibt wenig Müll im Meer

PROVINZ GIRONA : Wie ARENA schon berichtete, wird die katalanische Wasseragentur ACA in diesem Jahr keine Schiffe auf das Meer schicken, um Müll aus dem Wasser oder dem Meeresboden zu holen. Man begründet dies nun damit, dass die Kosten von 2,3 Millionen Euro für diese Aktionen und der Aufwand in keinem Vergleich zu dem Ergebnis stehen: es gibt einfach zu wenig Müll im Meer. Nach Daten sammelte man an den Küsten Kataloniens im Gebiet von 70 Gemeinden im letzten Jahr 230 Kubikmeter Abfall ein, was pro Ort in etwa 2,5 Kubik oder einem Container voll entspricht. Im Jahr 2001 waren es noch mehr als 1.100 Kubikmeter, also fast die fünffache Menge.
Die Menge an Müll, die sich jetzt im Wasser befindet – und das meiste davon noch recht weit draussen in offenen Gewässern – schadet der Umwelt in keinster Weise und hat keinerlei Einfluss auf die Wasserqualität. Und da die wirtschaftliche Situation ohnehin alles andere als befriedigend ist, sei man froh, zumindest in diesem Jahr die Kosten für die Abfallbeseitigung einsparen zu können.
Nicht beeinträchtigt dagegen sind die Inspektionen an den 220 katalanischen Stränden. Hier sind ständig 17 Mitarbeiter der ACA unterwegs, die pro Woche 500 Wasserproben analysieren und die Strände auf Sauberkeit und Hygiene kontrollieren.

Dienstag 16. Mai 2017 16.05.17 10:07

          

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