EMPURIABRAVA, 18.11.2017 - 07:20 Uhr

Schwere Erdbeben in der Provinz Girona?

PROVINZ GIRONA / KATALONIEN / SPANIEN: Das Erdbeben geben zu denken und man muss sich unweigerlich die Frage stellen, ob so etwas auch in der hiesigen Region passieren könnte - und die Antwort lautet leider ja. Um jetzt keine Panik aufkommen zu lassen: die Chance auf ein schweres Beben ist gering, aber man sollte sich immer vor Augen halten, dass gar nicht weit entfernt ein Vulkangebiet ist. In der Garrotxa bei Ripoll und Olot findet man zahlreiche - glücklicherweise seit Jahrhunderten ruhende - Vulkane, die sich auf einer Achse auf einem Gürtel praktisch rund um die Erde befinden.

Wikipedia meint als Erklärung: Ab dem Neogen unterliegt das Gebirge postorogenem Kollaps (Einsturzbecken im Ostabschnitt, Vulkanismus bei Olot), der mit den Dehnungsbewegungen im Golfe du Lion und der Öffnung des Valenciatroges im Zusammenhang steht. Aktuell erfährt das Gebirge weiterhin die im Eozän einsetzende starke Erosion, isostatische Ausgleichsbewegungen und postkinematische Dehnung (Nord-Süd in den Westpyrenäen), welche zu mittelstarken Erdbeben führen kann (Beispiele hierfür sind die Beben bei Arudy im Jahr 1980 mit Magnitude 5,1, bei Lourdes im Jahr 2006 mit Magnitude 5,0 und das historische Beben von Arette im Jahr 1967 mit einer Magnitude ≥ 6,0, dem über 40 % der Gebäude mitsamt dem Kirchturm zum Opfer fielen).

Die hiesige Region ist jedoch weitaus sicherer als Südspanien, wo sich Kontinentalplatten treffen und so Auslöser für ein Beben sein könnten. Allerdings besteht durch aus die Gefahr eines Tsunamis (ARENA berichtete vor ein einigen Wochen), der hier einschlagen könnte. Nach Meinung von Wissenschaftlern sollte dieser nicht eine ungeheure Wucht darstellen, aber nasse Füsse bekommt man auf jeden Fall.

Also noch geht das Empordà nicht unter und niemand sollte Angst vor einstürzenden Gebäuden haben.

Dienstag 09. Mai 2017 09.05.17 09:40

          

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