EMPURIABRAVA, 23.09.2017 - 09:36 Uhr

Sant Jordi: der Tag, an dem die Emanzipation ausgesetzt wird

ALT EMPORDÀ / KATALONIEN / SPANIEN: Am Sonntag, den 23.4. ist in Katalonien Sant Jordi, der Tag der Rose und des Buches. Da ja jedes weibliche Wesen der Region im Schnitt 7,8 der an diesem Tag total überteuerten Rosen erhält (schön verpackt in Zellophan mit einem Weizenhalm und katalanischer Flagge), wäre es mal an der Zeit, den Partnern das obligatorische Buch zu schenken, dass im Rosenwahn von den Weibchen nur zu gerne vergessen wird. Jaja: wir Götter (die Herren sind gemeint) würden uns auch über einen Goethe, Shakespeare, Simmel oder Donald Duck freuen. Noch ist Zeit, im nächsten Zeitungsladen ein Taschenbuch aus Restbeständen zu erwerben, schön einzupacken und dann für den Rest des Lebens ins Bücherregal zu den Nippes-Figuren von Oma, den Zinnsoldaten vom Papa oder den Makrame-Künsteleien irgendeiner weiblichen Verwandtschaft zu stellen. Aber wahrscheinlich wird es wie jedes Jahr „vergessen“, aber für den nächsten Sant Jordi wird dann ein doppelt so dickes Buch angekündigt. Ganz ehrlich jetzt, fest versprochen und hoch und heilig (mit gekreuzten Fingern) versprochen. Da wünscht man sich als Mann dann doch, dass die verdammte Sant Jordi-Rose schon am nächsten Tag ihre Blätter hängen lässt und schnell verwelkt.
Und da sollen unsere Göttinnen noch mal von Emanzipation reden: nix da ist es demnächst mit Müll rausbringen, den Garten schön machen und sonstige Hilfen im Haushalt. Kein Buch – kein Sklaventum! Basta!

Freitag 21. April 2017 21.04.17 16:54

          

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