EMPURIABRAVA, 28.04.2017 - 08:22 Uhr

Streit um Grenz – und Gemeindegebiete in der Provinz Girona

PROVINZ GIRONA / KATALONIEN / SPANIEN: Wie die hiesige Prese berichtet, stehen fünfzehn Gemeinden in Katalo- nien in Rechtsstreitigkeiten wegen Grenzgebieten und deren Zugehörigkeit.  Es handelt sich um die Orte Celrà, Ribes, Queralbs St. Gregori, Bescanó, Foixà. Salt, Banyoles, Bordils, Tossa de Mar Lloret de Mar und Ribes de Freser.
Diese Gemeinden haben jetzt einen offenen Streit über ihre Grenzen und die territoriale Abgrenzungen. Eine  Kommis- sion hat die Aufgabe zu entscheiden, wo die Gemeinden nun  Recht haben in ihren Forderungen. Acht Fälle sind inzwischen anhängig vor Gericht.  Das Highlight ist der Konflikt zwischen Ribes und Queralbs wo behauptet wird, dass dort stehende Kraftwerk  ein Teil ihrer Stadt sei. Celrà will das Schloss von San Miguel. Andere Konflikte beeinträchtigen Tossa und Lloret und Foixà, Bescanó und St. Gregori, Bescanó und Salt, Sant Julia und Bordils und Regencós und Torrent. Diese Konflikte  sind aufgetreten, weil die Regierung im Moment die  neuen Landkarten  von Katalonien  vorbereitet und dort auch die richtigen Grenzen eintragen lässt.
In den letzten drei Jahren hat die Generalitat die Entwicklung der städtischen Karte von Katalonien (Mapacat) gefördert, und  die Linien  der Grenzen und  Gemeinden Landes eingetragen. Dieser Prozess, der eine Karte in digitaler Form und 1:5.000 Maßstab hergestellt, ist nun unrichtig, so reklamierten die jeweiligen Gemeinden diese Grenzverläufe.  Das Geographische Institut von Spanien hatte diese Grenzen vor fast einem Jahrhundert eingetragen und inzwischen seien sie ja nicht mehr aktuell und man müsse entsprechend neue Eintragungen herstellen, heißt es in dem Versammlungen der protestierenden Gemeinden. 
"Wir können uns nicht leisten, keine interne Grenzen des Landes zu haben", fügt der Generaldirektor der lokalen Verwaltung hinzu. “Wir haben eine undankbare Aufgabe vor uns. Das Problem liege auch in der strukturellen Wirklichkeit. Es steht uns eine sehr undankbare Aufgabe bevor.

Montag 10. April 2017 10.04.17 19:48

          

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