EMPURIABRAVA, 23.09.2017 - 09:32 Uhr

17.3.: Jahrestag des ETA-Anschlags in Santa Margarida

SANTA MARGARIDA / KATALONIEN / SPANIEN: Am 17. März 2001 explodierte in Santa Margarida vor dem Hotel Montecarlo ein Fahrzeug mit 60 Kilo Sprengstoff und Metallteilen. Es war ein Anschlag der baskischen Terrororganisation ETA, die um 22.30 Uhr die Platzierung des Mordautos bekanntgegeben hatte. Dadurch rückten die Mossos von Roses unverzüglich an, um das mit rund 200 – meist deutschen -  Touristen belegte Hotel zu räumen. Um 22.55 Uhr Uhr explodierte das Mordfahrzeug. Ein herum- fliegendes Trümmerteil traf den jungen Polizeibeamten Santos Santamaría tödlich. Sein Dienst hatte eigentlich erst nach 23.00 Uhr beginnen sollen, aber es war der letzte Arbeitstag des jungen Mannes in Roses gewesen: zwei Tage später sollte er in Barcelona einen neuen Dienst antreten und er war einige Minuten zu früh am Tatort eingetroffen.  In einem Zeitungsinterview sprach der Vater über diesen letzten Tag im Leben seines Sohnes, der noch dazu der Geburtstag des Vaters war. Die Mutter des toten jungen Mannes hatte den Verlust nie verwinden können und war selbst innerhalb von drei Monaten verstorben. Der Bruder des Toten, ebenfalls Polizist, war es, der den Eltern die erschütternde Nachricht per Telefon überbringen musste: „ja, er ist es“, sagte er, als die Identifizierung des tödlich getroffenen Beamten klar geworden war.
Seit dem Anschlag gehen die Mossos von Roses an jedem 17. März zur Messe und erinnern sich ihres toten Kameraden Santos Santamaria.


Freitag 24. März 2017 24.03.17 19:18

          

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