EMPURIABRAVA, 24.10.2017 - 13:32 Uhr

Vaterschaftsklage: Gericht ordnet DNA-Probe von Salvador Dalí an

FIGUERES / KATALONIEN / SPANIEN: Maria Pilar Abel, 1956 in Figueres geboren, behauptet schon seit einiger Zeit, die uneheliche Tochter von Superkünstler Salvador Dalí zu sein. Nach ihren Angaben hat ihre Mutter im Haus des Malers in Cadaqués gearbeitet und die beiden hatten dort ein Verhältnis, dessen Ergebnis Pilar Abel ist.

Nun hat ein Gericht in Madrid erklärt, das, um Gewissheit zu erlangen, die Totenmaske Dalís forensisch untersucht werden und herausgefunden werden soll, ob sich dort noch verwertbare DNA-Spuren finden lassen. Sollte dies nicht der Fall sein, will der Anwalt der Klägerin eine Exhumierung Dalí's beantragen und dann sollte zweifelsfrei festgestellt werden können, ob Maria Pilar die Tochter des Künstlers ist oder eben nicht.

Die Klage von Pilar Abel richtet sich gegen das Finanzministerium und gegen die Dalí-Gala-Stiftung als Nachlassverwalter. Das Madrider Gericht will am 18. September 2017 entscheiden, ob der Klage stattgegegen wird oder nicht.

Sollte die Klägerin Recht bekommen, kann sie ihren Nachnamen ändern und den ihres Vaters Dalí annehmen – und damit dann natürlich auch Geld verdienen. Viel wichtiger wäre in diesem Fall aber, dass die Stiftung dann wahrscheinlich sämtliche Einnahmen (oder zumindest einen Teil) – vergangene und künftige – prozentual an die rechtmässige Erbin abführen müsste und dabei dürfte es dann um sehr viele Millionen gehen.

Donnerstag 10. November 2016 10.11.16 18:33

          

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