EMPURIABRAVA, 18.12.2017 - 14:07 Uhr

Deutsche Fliegerbombe in Garten in Port de la Selva gefunden

PORT DE LA SELVA / KATALONIEN / SPANIEN: Am Dienstag entdeckte ein Mann aus Port de la Selva im Garten seines Hauses eine Bombe und alarmierte umgehend die Guardia Civil und diese dann eine Einheit, die auf Bombenentschärfung spezialisiert ist. Bis zum Eintreffen der Spezialisten aus Barcelona wurde das gefährliche Artefakt wieder mit Erde bedeckt und erst später vorsichtig ausgegraben, in ein für Bomben vorgesehenes Fahrzeug gelegt und dann zur Militärbasis nach Sant Climent de Sescebes transportiert. Dort wurde die Bombe – besser gesagt eine Haubitze – auseinandergenommen und entschärft. Das Geschoss hatte eine Länge von 67 Zentimetern und einen Durchmesser von 20 Zentimetern und stammt aus deutscher Herstellung und wurde wahrscheinlich im Jahr 1938 während des Spanischen Bürgerkrieges von einer deutschen SC 50 über Port de la Selva abgeworfen. Umgangssprachlich nannten die Leute diese Art von Haubitzen „Negrillas“.
Immer wieder findet man im Empordà explosive Überreste aus dem Bürgerkrieg und auch aus dem 2. Weltkrieg, die entweder entschärft oder gezielt gezündet werden müssen. Glücklicherweise sind diese gefährlichen „Andenken“ mittlerweile meist von Erde und Pflanzen überwuchert, sodass meist keine Gefahr mehr für beispielsweise Wanderer oder Kinder mehr herrscht. Allerdings könnten sie bei Starkregen wieder freigespült werden und dann eventuell ihren tödlichen Inhalt bei geringster Erschütterung oder Druck zur Explosion bringen.

Montag 31. Oktober 2016 31.10.16 11:17

          

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