EMPURIABRAVA, 20.06.2018 - 00:19 Uhr

Neun Monate Gefängnis für holländischen Busfahrer

BÀSCARA / KATALONIEN / SPANIEN: Das Strafgericht in Figueres sah es dieser Tage als erwiesen an, dass bei einem Busunglück am 19. Oktober 2009 an der Autobahnabfahrt bei Bàscara der Fahrer eingenickt war.
An besagtem Tag verlor  der 60jährige holländische Fahrer auf der Autobahn AP-7 in Richtung Calella fahrend in Höhe von Bàscara die Kontrolle über sein Fahrzeug, das sich an- schliessend überschlug und bei dem Unfall wurde ein 16jähriges Mädchen getötet und zwanzig weitere Personen teilweise schwer verletzt.
Nach der ersten Vernehmung hatte der Mann bei der Polizei ausgesagt, dass er einem Hindernis oder Tier ausweichen musste und es aus diesem Grund zu dem Unglück kam. Nach Auswertung aller Spuren, Zeugenaussagen und Vermessungen - unter anderem des Bremsweges - konnte anscheinend sicher nachgewiesen werden, dass der Fahrer  am Steuer eingeschlafen war. Die Mossos d’Esquadra hatten von Anfang an vermutet, dass dies der Grund für das fürchterliche Unglück war und hatten den Mann nur gegen strenge Auflagen vorläufig auf freien Fuss gesetzt.
Nun das Urteil des Richters: Der Mann muss für neun Monate ins Gefängnis. Zwar hatte die Staatsanwaltschaft zwei Jahre gefordert, doch der Richter beliess es bei diesem doch recht milden Urteil und führte als mildernde Umstände an, dass der Schaden bezahlt sei und das es es zu einer unnötigen Verzögerung des Prozesses gekommen sei, die nicht die Schuld des Angeklagten gewesen war.. Zivilrechtlich scheint schon alles in den Niederlanden geklärt worden zu sein, sodass keine weiteren Strafen auf den Fahrer zukommen.

Mittwoch 19. Oktober 2016 19.10.16 19:17

          

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