EMPURIABRAVA, 23.09.2017 - 09:44 Uhr

Rathaus lehnt Namen „Castelló d’Empúries-Empuriabrava“ ab

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Bei der letzten offenen Ratssitzung am vergangenen Donnerstag beantragten die beiden Parteien „Plataforma Cívica de Castelló i Empuriabrava (PCE)“ und „UDEM“ ein Referendum innerhalb der Bevölkerung mit dem Thema, ob der Name des Ortes nicht in „Castelló d’Empúries-Empuriabrava“ werden sollte, um beiden Stadtteilen gerecht zu werden und vor allem den Namen Empuriabrava internationaler zu machen. Xavier Martínez von der UDEM meinte, dass der Zusatzname ein Symbol für die Bevölkerung Empuriabravas sei, mit Castelló gleichgestellt zu sein. José Gallego von der PCE argumentierte damit, dass Empuriabrava die wichtigen touristischen Merkmale vereinige wie z.B. den Flughafen, den Windtunnel, die Kanäle und viel mehr und dies mit einem einzigen Namen besser herausgestellt werden könnte.

Der Rat um Bürgermeister Salvi Güell (ERC, CiU und Entesa stimmte gegen den Antrag) argumentierte mit den Worten, das man die seit ein paar Jahren nicht mehr vorhandenen Spannungen zwischen den beiden Ortsteilen nicht wieder entfachen wolle – und das würde bei einem Namenswechsel passieren. Immer wieder kamen in den letzten Jahren Proteste darüber aus Empuriabrava, dass das Rathaus zu wenig investieren würde und gerade jetzt, wo eine Menge in der Urbanisation gemacht werden soll und auch schon auf den Weg gebracht wurde, kommt solch ein Antrag zur Unzeit.

PCE und UDEM (beide aus Empuriabrava) wollen sich jedoch damit nicht zufrieden geben und werden das Thema bei den nächsten Wahlen im Jahr 2019 wieder auf den Tisch bringen. Derweil hat die mitregierende CiU erklärt, bei den nächsten Wahlen für ein „dezentralisiertes Rathaus“ kämpfen zu wollen, also dafür, einige Bereiche der Gemeinde nach Empuriabrava zu verlegen.

Montag 03. Oktober 2016 03.10.16 23:15

          

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