EMPURIABRAVA, 21.09.2017 - 05:15 Uhr

Tolles Brotfest in Castelló d‘Empúries

CASTELLÓ D’EMPÚRIES / KATALONIEN / SPANIEN: Der Sonntag in Castelló d’Empúries stand den ganzen Tag im Zeichen des Brotes. Der alte Ortskern und hier vor allem die Gassen und der Kirchenvorplatz waren gesäumt von Ständen, an denen eben Brot, aber auch Wurst, Käse und allerlei Kunstgegenstände angeboten wurden. Der Startschuss erfolgte traditionell gegen 10.00 Uhr und Bürgermeister Salvi Güell erklärte in einer kurzen Rede die Historie und Aktuelles rund um das Mehlmuseum, auf dessen Vorplatz auch die Eröffnungszeremonie stattfand. Hier gab es u.a. Bier aus Weizen aus den Aiguamolls, Rindfleisch – ebenfalls aus Haltung in den Aiguamolls und natürlich Brot, Sardellen und andere Leckereien. Auf dem angrenzenden Parkplatz fand die schon unverzichtbare „Mehlschlacht“ statt, von der wir allerdings nur die Überreste, sprich einen dicken Film an weissem Mehl auf dem Asphalt mitbekamen.

Vom Mehlmuseum an ging es durch die kleinen, sowieso schon engen Gassen an der Bibliothek vorbei hoch zur Kathedrale und hier hatte sich die Mehrzahl der Händler ihre Stände aufgebaut, sodass man sich teilweise schon wie in einem Nadelöhr vorkam, denn der Zustrom an Besuchern war gewaltig.

Auf dem Kirchplatz fand man dann die letzten Stände und auf dem oberen Plateau waren etliche Attraktionen für Kinder aufgebaut.

Toll war, dass man fast überall etwas probieren und sich so schon vorab ein Bild von der Vielzahl der angebotenen Produkte machen konnte. Es wurde dann auch kräftig gekauft und so mancher Besucher schien unter der Last der prallgefüllten Plastiktüten schier zusammenzubrechen.

Und dann war da ja noch was, nämlich unser deutscher Bäcker Markus aus Roses. Wie ARENA letzte Woche berichtete, erhielt er als erster ausländischer Bäcker von der Provinz-Innung überhaupt die Erlaubnis, das hiesige „Tramuntana-Brot“ backen zu dürfen und dies kann man schon als grosse Ehre bezeichnen. Markus hatte unter Mithilfe von Freunden aus Deutschland, Annerose und Günter sowie seiner Frau Maria, am Abend und in der Nacht zuvor rund 750 Brote gebacken – rund 20 verschiedene Sorten – und alleine vom Tramuntana-Brot 120 erstellt. Und was soll man sagen? Gegen Mittag war dieses  spezielle Brot komplett ausverkauft und wie zu hören war, waren es speziell die Deutschen, die dieses Backwerk erwarben, weil sie dezent in ARENA darauf hingewiesen wurden. Als wir gegen 13.00 Uhr das Brotfest verliessen, war am Stand von Markus nur noch ein kümmerlicher Rest der Backwaren vorhanden. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass es bei den katalanischen Bäckern nicht besser aussah und ungewöhnlich viel Brot verkauft wurde.

Insgesamt waren das ein paar schöne Stunden bei herrlichstem Wetter und ärgern dürfen sich in erster Linie diejenigen, die am Sonntagvormittag ihre Hintern wieder mal nicht aus den Federn bekamen. Alle anderen haben das Fest sichtlich genossen.

Montag 16. Mai 2016 16.05.16 22:31

          

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