EMPURIABRAVA, 18.05.2012 - 17:05 Uhr

Spanien: Papstbesuch im Dunstkreis von Korruption

VALENCIA / SPANIEN: Der Besuch des Papstes Benedikt des 16. im Juli 2006 in Valencia ist nun auch Gegenstand von richterlichen Ermittlungen. Wie es scheint, war das spanische Korruptionsnetz um Francisco Correa,  „Gürtel“ auch bei dieser heiligen Angelegenheit aktiv. So forscht Ermittlungsrichter Pablo Ruz vom Nationalen Gerichtshof jetzt nach, ob bei der medienträchtigen Veranstaltung elf Mitglieder des Netzes einen Auftrag von sieben Millionen Euro an die Firma Teconsa vergaben, die die Geräte für die Übertragung von Ton und Bild des Papstbesuches installieren sollten. Teconsa ist nach den Ermittlungen eindeutig eine Scheinfirma des Gürtelnetzes.

Hauptverdächtiger ist der bekannte Pablo Crespo, der unlängst gegen Kaution auf freien Fuss gesetzt wurde sowie der Sozius von Alexander Agag, dem Ehemann der Aznartochter Ana. Bei der Rechnungsstellung über die angeblich erbrachten Dienstleistungen fehlten nach Aussagen des spanischen Finanzamtes fast 200.000 Euro an Mehrwertsteuer. Die Ermittlungen waren am Donnerstag noch im Gange.

Donnerstag 09. Februar 2012 09.02.12 22:21

          

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