EMPURIABRAVA, 18.05.2012 - 15:42 Uhr

Spanien: Knapper Erfolg für Sozialisten Rubalcaba

MADRID / SPANIEN: Mit einem äusserst knappen Ergebnis endete am Samstag in Sevilla die Entscheidung über den neuen Generalsekretär der spanischen Sozialisten: mit nur 22 Stimmen Vorsprung gewann der Innenminister und Regierungssprecher der Vorgängerregierung, Alfredo Pérez Rubalcaba, vor Carme Chacón, der früheren Verteidigungsministerin. 487 Abgeordnete stimmten für Rubalcaba, 465 für die Katalanin. Damit kam die Versammlung – vielleicht sogar unbewusst – der Erkenntnis von Ignacio von Loyola nach, die besagt, dass man bei schwerem Wetter nicht umziehen soll. Rubalcaba hatte bereits allen sozialistischen Regierungen der Vergangenheit in verschiedenen Ministerämtern angehört und in allen eine gute Figur gemacht. ARENA stellt Ihnen diesen Mann an anderer Stelle ausführlich vor.

Nach den verheerenden Wahlergebnissen in ganz Spanien bei den Autonomie-und Gemeinderatswahlen vom Mai letzten Jahres bangen die Sozialisten jetzt um ihre letzte noch verbliebene Bastion: das Autonomiegebiet Andalusien. In diesem Autonomiegebiet, das mehr als doppelt so gross ist wie Katalonien, wird am 25. März ein neues Regionalparlament gewählt. Das knappe Wahlergebnis zwischen den beiden Kandidaten um das Amt des Generalsekretärs droht die PSOE innerlich zu spalten und das ausgerechnet knapp sieben Wochen vor den Autonomiewahlen in eben diesem Gebiet. Die konservative Partei PP reibt sich die Hände: die Spaltung innerhalb der Sozialisten treibt Wasser auf die Mühlen derer, die nach über 30 Jahren sozialistischer Regierung in Andalusien endlich einen Politikwechsel wollen.

Montag 06. Februar 2012 06.02.12 23:47

          

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