EMPURIABRAVA, 18.05.2012 - 11:56 Uhr

Spanien: Ruiz-Mateos unter Druck

MADRID / SPANIEN: In den achtziger Jahren machte der Geschäftsmann aus Jerez in Andalusien mit den acht Söhnen Furore in Spanien mit seiner Unternehmensholding RUMASA. Das Emblem war eine schwarz-gelbe Biene vor dem Hintergrund einer Wabe. Ruiz-Mateos galt als einer der reichsten Männer dieses Landes, aber wie es immer wieder so ist: er konnte den Hals nicht voll bekommen. Bis der sozialistische Ministerpräsident Felipe González zwar nicht den Hals, aber doch die Nase voll hatte und das Unternehmen verstaatlichte. Der smarte Geschäftsmann flüchtete unter der Flut von Vorwürfen, strafrechtlich relevante Aktivitäten betrieben zu haben, nach London. Von dort wurde er ausgeliefert und sass einige Jahre im Gefängnis. Aber da die Katze bekanntlich das Mausen nicht lässt, ging auch Ruiz-Mateos nicht geläutert aus der Haft hervor. Er gründete vor wenigen Jahren die so genannte Nueva Rumasa und versuchte dasselbe noch einmal: den Aufbau einer Firmenimperiums.

Jetzt wird ihm wiederum vorgeworfen, aus zweien seiner Neuschöpfungen einmal 7,3 Millionen Euro und einmal knapp 14 Millionen Euro entwendet zu haben. Ihm wurde jetzt in Erwartung des Prozesses der Pass weggenommen, ebenso sechs von seinen acht Söhnen. Sie alle waren vermutlich in das Netzwerk verstrickt.  Ruiz-Mateos, hoch in den Achtzigern, aber immer noch gleich bizarr von Charakter, verweigerte bei den Vorermittlungen die Aussage.Er habe kein Vertrauen in die spanische Justiz, sagte er. Das Gericht reagierte prompt: jetzt wurden mehrere Büros und Wohnungen der Familie Ruiz-Mateos per Hausdurchsuchungsbefehl gefilzt.

Sonntag 29. Januar 2012 29.01.12 20:00

          

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