EMPURIABRAVA, 18.05.2012 - 11:55 Uhr

Spanien: „Lebenslänglich“ auf Widerruf?

MADRID / SPANIEN: Die neue Regierung will ihrem Ruf, konservativ zu sein, alle Ehre machen. Der kürzlich ins Amt gekommene bisherige erfolgreiche Bürgermeister von Madrid, Alberto Ruiz-Gallardón, hat sich eine neue juristische Figur ausgedacht: „lebenslänglich auf Widerruf“. Anlass zu dieser Pirouette waren die in der Tat tragischen Fälle der Ermordung des Kleinkindes Mari Luz und der noch nicht 14jährigen Marta del Castillo, deren Leiche bis heute nicht gefunden wurde, obwohl die Täter das Verbrechen gestanden hatten.

Der Oberste Richterrat in Madrid zeigte sich geneigt, diese neue Figur des Strafvollzugs mindestens einmal zu überdenken. Schliesslich gebe es sie im Vertrag des Internationalen Strafgerichtshofes (TPI), der auch von Spanien unterzeichnet wurde.

Sonntag 29. Januar 2012 29.01.12 20:02

          

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