EMPURIABRAVA, 18.05.2012 - 10:46 Uhr

Spanien: „Urdangarín hat viel Steuern bezahlt“

MADRID / SPANIEN: Der Anwalt  des Schwiegersohns von König Juan Carlos und Doña Sofía, nahm den Mund recht voll: Iñaki Urdangarín habe „sehr viel Geld an Mehrwertsteuer, Gewerbesteuern und anderen Steuern bezahlt.“ Und wenn die Beträge auch vielleicht „nicht korrekt“ seien, so werde der spanische Fiskus diese Zahlungen doch „zu würdigen wissen“.
Der Ehemann der Infanta Cristina vergrub sich letzte Woche in Barcelona an „diskretem Ort““ mit seinem Anwalt Mario Pascual Vives, um seine Verteidigung vorzubereiten, wenn er Ende Februar als Angeklagter vor Gericht erscheinen muss. Der Anwalt sagte vor der Presse auch, der Herzog von Palma (den Titel bekam er bei seiner Heirat mit der Königstochter zugesprochen), mache sich grosse Sorgen um den Schaden, den sein Verhalten im Königshaus angerichtet haben könnte. Die Presse sprach inzwischen schon – wenn auch in sehr diskreter Form – davon, dass das Ehepaar sich trennen könnte. „Das ist alles Phantasie und sehr fern von der Realität“ konterte der Anwalt auf entsprechende Fragen der Journalisten.
Nun weiss man ja, und auch ARENA hat die alte Journalistenweisheit schon öfter zitiert, dass, wo das Dementi  ausgesprochen wird, auch die Wahrheit nicht weit ist. Der Ermittlungsrichter auf den Balearen, wo die Vernehmung des Herzogs von Palma stattfinden wird, gab inzwischen bekannt, er habe besondere Sicherheitsmassnahmen für den Tag der Einvernahme ergriffen.  Sogar die Presse soll bei dieser Aktion keinen Zugang zum Gerichtsgebäude bekommen.
A. Eisenführ

Mittwoch 25. Januar 2012 25.01.12 22:51

          

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