Keine Verhandlungen zwischen La Caixa und Bankia?
BARCELONA / KATALONIEN / SPANIEN: Der oberste Chef der Caixa, Isidre Fainé, hinterliess ein perplexes Publikum, als er am Ende einer Versammlung von katalanischen Geschäftsleuten in Barcelona mit dem Mikrophon in der Hand feststellte: „es gibt keinerlei Verhandlungen zwischen La Caixa und Bankia“.
Genau das hatte die Gerüchteküche aber schon seit einiger Zeit zusammengebraut. Marktbeobachter gingen davon aus, dass die notwendige Fusionswelle, um die dann überlebenden Banken mit dem geforderten Eigenkapital auszustatten, binnen zwei Jahren dazu führen könnte, dass nur noch 10 Grossbanken überlebten. Die neue Regierung in Madrid will bis Mitte Februar bekannt geben, wie hoch das Eigenkapital der Banken und Sparkassen sein muss, wenn sie überleben wollen.
Die Fusion von La Caixa und Bankia – früher hiess diese CajaMadrid und hatte in wenigen Jahren einen triumphalen Einzug in Katalonien gehalten,- gestaltet sich deshalb schwierig, weil Rodrigo Rato als ihr millionenschwer bezahlter Präsident sich einer solchen Fusion mit Händen und Füssen widersetzen würde.
Also keine Fusionsverhandlungen? Eine alte Diplomatenweisheit besagt: „wo das Dementi ist, da ist auch die Wahrheit nicht weit“.
Angelika Eisenführ
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