EMPURIABRAVA, 18.05.2012 - 09:32 Uhr

Katalanische Modefirma Desigual weitet sich aus

BARCELONA / KATALONIEN / SPANIEN: Die katalanische Firma wollte zunächst etwas ganz Besonderes sein, daher der Name desigual: ungleich,  unähnlich, verschieden, wandelbar. Aber was der interessierte Bürger zu sehen bekam, war vor allem das: ein Sammelsurium von  Produkten in schreienden Farben, unharmonischen Zusammensetzungen, bizarren Designs und unpraktischen Taschen, meist im gleichen Stoff wie die Jacken und Mäntel, schlicht: eine scheussliche Kollektion. Nun kann aber auch das Exotische und Ungewohnte eine Marktlücke finden, nur darf man dann keine falsche Strategie anwenden, aber genau das tat Desigual. Anstatt ihre Exoten in wenigen Boutiquen anzubieten, machte die Firmenleitung aus dem bizarren Angebot eine Massenherstellung und liess sie jedes kleine Modegeschäft an der ganzen Costa Brava in Mengen anbieten. So merkwürdig es klingt: die Masche hatte Erfolg.

Wer kann im krisengeplagten Spanien mit der Schaffung von rund 1.000 neuen Arbeitsplätzen aufwarten, wenn schon im letzten Jahr ebenso viele neu entstanden?

Da aber die Krise in Spanien im Jahr 2012 mit Sicherheit noch nicht zu Ende ist, denken die Manager jetzt daran, in den asiatischen Raum vorzustossen: so sind für dieses Jahr Niederlassungen in Schanghai und Hong Kong geplant.  100 Millionen Euro „bei Null Euro Verschuldung“ können nach Firmenangaben in neue Projekte gesteckt werden.

Fazit: der schlechte Geschmack hat immer Konjunktur.

AE

Freitag 20. Januar 2012 20.01.12 09:22

          

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