EMPURIABRAVA, 24.08.2017 - 01:32 Uhr

Gedanken zu Günter Grass

Auch die spanische Presse ist voll von Kommentaren zu dem „Gedicht“ von Günter Grass, in dem er Israel als Gefahr für den Weltfrieden beschreibt und als Nation, die beabsichtige, den Iran zu vernichten. Mehrere Kunden und Freunde riefen mich an und wollten meine Meinung dazu wissen. Falls Sie zu denen gehören, die meine Meinung interessiert, dann gebe ich sie Ihnen gerne bekannt.
Sie lautet ganz prosaisch: alte Männer neigen zur Inkontinenz. Und wenn es dann noch berühmte Schriftsteller und fast Politiker sind, dann neigen sie nicht selten auch zu mündlicher und schriftlicher Inkontinenz. Günter Grass hatte seine beste Zeit vor einem halben Jahrhundert und vor allem seine Wahlunterstützung für den Sozialdemokraten Willy Brandt nach jahrzehntelanger CDU-Herrschaft war dankenswert. Für sein schriftstellerisches Werk erhielt Grass immerhin die höchste aller Auszeichnungen: den Literaturnobelpreis. Was will der pfeifenrauchende alte Zausel eigentlich n o c h? Mit dem damaligen Verschweigen seiner wenn auch kurzen Zugehörigkeit zur Waffen-SS hat er es den empörten Schreiern gegen ihn natürlich sehr leicht gemacht: wer schon als Jugendlicher einer solchen Mördertruppe angehörte und heute Israel als Gefahr für den Weltfrieden bezeichnet, der kann ja wohl nur ein in der Wolle gefärbter Antisemit sein, nicht wahr? Vielleicht hätte dem Nobelpreisträger auch ein Blick auf den Globus geholfen: der Iran ist fast genau einhundert Mal grösser als Israel. Da wären ein paar israelische Kampfjets wohl ziemlich verloren, oder wollen wir die alte Leier von David und Goliath wieder aufwärmen?
Wie heisst doch die nobelste aller Empfehlungen für das Verhalten des Menschen: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.
Angelika Eisenführ

Donnerstag, 2012-04-12 10:05

  

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