EMPURIABRAVA, 23.11.2014 - 00:08 Uhr

TGV-Verbindung Barcelona-Figueres- Empuriabrava/Roses

(MO) Heute werden via Videokonferenz zwischen Barcelona und Paris die Pläne und Verträge über die endgültige Streckenführung des ultraschnellen Zuges TGV unterzeichnet. Nach langem Hin und Her konnten sich Vertreter des Alt Empordà letztendlich doch durchsetzen, zwei Haltestellen zu bekommen. Die erste bleibt wie geplant in Figueres, die zweite wird sich zwischen Empuriabrava und Roses befinden. Hier hat man schon wohlweislich  mit den Bauarbeiten begonnen und zwar entlang der neuen vierspurigen Verbindungsstrase zwischen den beiden Orten. Wo die genaue Haltestelle sein wird, wurde noch unter geheimer Verschlusssache geführt, doch nach unbestätigten Gerüchten wird die Diskothek ‘Chic’ an der Einfahrt nach Santa Margarida wohl zu einem internationalen Bahnhof umgebaut. Da es sich um einen Sackbahnhof handeln wird, könnte ringsum eine neue florierende Industrie entstehen.

Das die Pläne überhaupt verwirklicht werden konnten, ist den Bürgermeistern Xavier Sanllehí aus Castelló/Empuriabrava und Carles Pàramo aus Roses zu verdanken. Die beiden setzten sich vehement dafür ein, den Schnellzug in die hiesigen Orte zu leiten. Man möchte damit den zur Zeit etwas flauen Tourismus ankurbeln und anstatt in weniger prestigeträchtige Projekte wie Kanalisation, Strandsäuberung, Strassenausbesserung, soziale Probleme, Kinder- und Altenbetreuung sowie zusätzliche Polizei-und Feuerwehrkräfte oder medizinische Versorgung zu investieren, gehen die benötigten (vorläufigen) - 780 Millionen Euro in den Schnellzug. Nach ersten Informationen dauert dann die Fahrt von Figueres nach Empuriabrava/ Roses nur noch 83 Sekunden und da nimmt man dann auch gerne die benötigten Haltezeiten von sechzehn Minuten in Kauf.

Kompliziert gestaltet sich nur der Lokwechsel. Denn da es sich wie schon erwähnt in Empuriabrava/Roses um einen Sackbahnhof handeln wird, muss die spanische Eisenbahngesellschaft RENFE wohl ein sogenanntes Drehkreuz installieren, um die Zugmaschine wieder in die richtige Fahrtrichtung zu drehen. Aber auch dieses kleine Problem wurde schon erörtert und man will einige Bauern enteignen, um die etwa einhundert Meter Durchmesser umfassende Scheibe hinter dem Chic in die Landschaft mit zu integrieren. Lohnen wird es sich auf jeden Fall, denn immerhin soll der TGV zweimal am Tag hier anhalten.

Manchem mag das Projekt als zu gross erscheinen, doch hat man von offizieller Seite schon ausgerechnet, was die Haltestelle Empuriabrava/Roses der Region an finanziellen Vorteilen bringt. Der Tourismus wird ungeahnte Dimensionen erreichen, denn der gewöhnliche Urlauber muss, wenn die Strecke im Jahr 2012 fertig sein sollte, nicht mehr das lästige Umsteigen in Figueres in Kauf nehmen, sondern kann direkt in seine Lieblingsdestination weiterfahren.

Gegenwind kam bei diesen Plänen aus Barcelona und Paris.  Ursprünglich sollte der TGV eine Fahrtzeitverkürzung von der französischen Grenze bis zur katalanischen Hauptstadt von circa einer Stunde bringen. Das diese nun auf acht Minuten reduziert wurde, wollte man so nicht hinnehmen, doch letztendlich waren die Argumente über den darbenden Tourismus an der Costa Brava ausschlaggebend und man gibt nun grünes Licht.

Auch die Umweltschützer, die gegen das Projekt protestierten und dies alles als Geldverschwendung abtun wollten, wurden beruhigt. In den Aiguamolls werden neue Kröten- und Froscharten angesiedelt und mit diesem Vorschlag zeigten sich dann auch die Umweltaktivisten zufrieden.

Donnerstag, 2006-12-28 14:11

  

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