EMPURIABRAVA, 28.03.2015 - 03:16 Uhr

Barcelona: Vorwahlen oder Zerfleischung

BARCELONA / KATALONIEN / SPANIEN: Nicht alles, was aus den USA kommt, ist nachahmenswert. Zumindest dürfte diese Meinung bei den Sozialisten in Barcelona inzwischen Fuss gefasst haben. Das Autonomiegebiet Madrid hatte das Beispiel der „primaries“, also Vorwahlen übernommen, um unter den Kandidaten der gleichen Partei die beiden besten Kandidaten untereinander antreten zu lassen, um zu sehen, wer das Recht erhält, auf der Liste die Nummer Eins zu  werden. Denn bekanntlich gewinnt nur der, der an erster Stelle steht.
Die Sozialisten in Barcelona haben sich dem amerikanischen Beispiel angeschlossen und liessen während der letzten Tage den noch regierenden Bürgermeister Jordi Hereu gegen die frühere Innen-und Justizbeauftragte in der katalanischen Regierung antreten, Montserrat Tura. Sie will Bürgermeisterin der katalanischen Metropole werden und damit Hereu beerben, dessen Amtsführung von vielen Bürgern immer wieder kritisiert worden war und der daher schon als sicherer Verlierer galt. Angesichts der für Samstag anstehenden Wahl zwischen den beiden Kandidaten machte sich innerhalb der Sozialistischen Partei jetzt ein leichter Sinneswandel bemerkbar. Auch viele, die Hereu nicht schätzen, gaben ihm in den letzten Tagen ihre Unterstützung, um zu vermeiden, dass diese Vorwahl die Partei nachhaltig spaltet. Das ist das Risiko einer jeden solchen Veranstaltung: zwei, die die gleiche politische Richtung vertreten – sonst wären sie nicht in ein und derselben Partei – werden gegeneinander gehetzt wie Bullterrier bei einem Hundekampf,  auch auf die Gefahr hin, dass sie einander zerfleischen.
Die letzten Vorhersagen sprachen von einem knappen Sieg des Amtsinhabers Hereu, obwohl die Sympathien in den verschiedenen Stadtvierteln von Barcelona als sehr ungleich verteilt gelten.
Vieles, so sagen politische Beobachter, wird von der Wahlbeteiligung bei der Abstimmung abhängen.

Donnerstag, 2011-02-17 22:40

  

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