EMPURIABRAVA, 05.05.2016 - 19:49 Uhr

Originaltext des Rathauses verlesen von Julià Genovès

Wie gestern schon berichtet, verlasen Vertreter des Rathauses von Castelló d’Empúries ein Statement zum Thema Abgrenzung des öffentlichen Eigentums. Der Bürgermeister selber, Salvi Güell, erledigte dies in drei Sprachen, auf Deutsch übernahm der 2. Bürgermeister Julià Genovès im Namen des Bürgermeisters diese Aufgabe. Hier der Original-Wortlaut:

In meiner Eigenschaft als Bürgermeister und Vorsitzender des Gemeinderates von Castelló d’Empúries möchte ich Ihnen  im Namen des Magistrats  folgendes mitteilen:

Erstens. Die Gemeindeverwaltung steht ganz auf Seiten der Bürgerschaft dieses Ortes, was die Abgrenzung des öffentlichen maritim-terrestrischen Eigentums betrifft, die der spanische Staat jetzt vornehmen will. Wir werden mit Nachdruck die Interessen aller Bewohner der Urbanisation Empuriabrava vertreten.

Zweitens.  Wir bitten um die notwendige Ruhe und  Überlegung, um die Interessen der Eigentümer wohl begründet verteidigen zu können. Wir wollen  uns die Möglichkeit offen halten, weiterhin  mit den zuständigen Behörden, nämlich dem spanischen Staat und der katalanischen Regierung Gespräche zu führen.

Drittens. Das Rathaus von Castelló d’Empúries hat zur Verteidiung der Interessen der Eigentümer, die von der Abgrenzung betroffen sind, ein Schreiben an das Umwelt- ministerium, Abteilung Generalsekretariat des Meeres, gerichtet. Darin haben wir  verlangt, dass man uns schriftlich die Garantien bestätigt, die man uns mündlich zugesichert hat. Das heisst, man möge uns garantieren, dass das Privateigentum respektiert wird. Das bedeutet, dass kein bestehender Bau abgerissen wird und dass keinerlei Enteignung stattfindet.

Viertens.  Das Gemeindeamt von Castelló d’Empúries hat den betroffenen Bürgern technische und juristische Beratung unseres Hauses angeboten, um Informationen zu geben und die Einwände zu formulieren, mit denen man gegen diese Abgrenzung vorgehen kann. Eine grosse Zahl von Bürgern hat von diesem Angebot schon Gebrauch gemacht, vor allem, seit wir eine entsprechende Informationsschrift in fünf Sprachen herausgebracht haben.

Fünftens. Das Rathaus von Castelló d’Empúries hat die Einwände schon formuliert, die wir vorbringen wollen, wenn die Abgrenzung des öffentlichen maritim-terrestrischen Eigentums stattgefunden hat. Dazu gehört auch eine Information, die die Generalitat, also die katalanische Regierung verfasst hat. Alle Bürger, die sich dieser Initiative anschliessen wollen, können das tun, ohne sich nach Girona zu begeben. Es reicht, wenn sie sich im Rathaus an den Tresen für Bürgerbetreuung wenden. Das Rathaus wird die Einwände der Bürger dann selbst an das Provinzbüro für Küstenverwaltung weiterleiten.

Sechstens. Das Gemeindeamt von Castelló d’Empúries vertritt sowohl juristisch wie institutionell die Interessen aller seiner Bürger, und zwar unabhängig von deren Nationalität und Heimatland. Es ist unsere Pflicht, über das Gemeinwohl zu wachen und Parteiinteressen abzuwehren. Deshalb appelliere ich an  Ihre Vernunft, an  den Geist  für eine gemeinsame Arbeit, an Diskretion und  Zusammenarbeit im Interesse unserer Ortschaft.

Dienstag, 2008-09-30 11:27

  

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