EMPURIABRAVA, 28.04.2016 - 19:40 Uhr

Kommentar: Hoffentlich kommt der Online-Abstimmungs-Boomerang nicht nach Empuriabrava zurück!

Werden wir nicht schon in mehr, als unerträglichem Masse, von allen möglichen und unmöglichen Public Votes traktiert, wo man Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher vorgaukelt, dass sie endlich nicht nur mal was zu sagen, sondern sogar was Wichtiges zu entscheiden hätten?

Wer was zu sagen haben möchte, der sollte auch etwas wissen. Wer Entscheidungen trifft, braucht Kriterien, auf deren Basis er sich ein Urteil bilden und eine Entscheidung treffen kann.

„Wir denken nicht – wir googeln!“ scheint von vielen I-Netnutzern allzu wörtlich genommen zu werden. Wenn man sich ansieht, was für ein Müll und Schwachsinn über’s I-Net gejagt und verbreitet wird, wagt man gar nicht darüber nachzudenken, wie tief die intellektuelle Messlatte noch sinken könnte.

Die Medien, vor allem die elektronischen, dagegen freut’s, wenn sich der Volks-IQ in der Nähe der Raumtemperatur bewegt.

Die Online-Umfrage von „20minutos.es“, zu deren Teilnahme ARENA bedauerlicherweise ermuntert hat, bewegt sich noch unter dem Niveau der verschiedenen Superstar- und Dschungel-Camp-Veranstaltungen, wo es zumindest einige wenige Kriterien gibt, an denen man eine Entscheidung festmachen kann.

Nur nach dem Motto „gefällt mir“, ohne bestimmte Kriterien zu nennen, zu entscheiden und noch dazu ein pro-domo-voting zuzulassen, d.h. jeder kann auch für sich selbst stimmen, führt zu keinem in irgendeiner Weise sachlich begründbarem Ergebnis.

Schlimmer noch: Für den Fall, dass Empuriabrava auf den ersten Plätzen zu finden, oder gar als Sieger hervorgehen könnte, müsste es sich an den anderen, anerkanntermassen um Welten ausgefeilteren Konkurrenten messen lassen.

Wie unangenehm und peinlich, wenn man Hoffnungen und Erwartungen weckt, die man am Ende nicht erfüllen kann.

Die im Falle eines Sieges als „pure und vor allem kostenlose Werbung“ für Empuriabrava erwartete Wirkung könnte sich schnell und nachhaltig zur Antiwerbung entwickeln, wenn sich so mancher ge- und enttäuschte Besucher sagt: einmal Empuriabrava, und nie wieder!

Wer Erwartungen weckt und etwas verspricht, sollte es auch halten können.

„Miserabel gespielt und trotzdem gewonnen!“ hilft da nicht weiter. Es ist leichter, etwas Neues aufzubauen, als einen heruntergekommenen Laden wieder flott zu machen – nicht nur in der Gastronomie.

Max

Lieber Max,

das ist und war ein Spass und als nichts anderes sollte man die Aktion bewerten. Diejenigen, die für Empuriabrava abgestimmt haben, zeigen Lokalkolorit und bekräftigen mit ihrer Wertung, dass ihnen die erste oder zweite Heimat am Herzen liegt. Und warum hat ARENA bedauerlicherweise zu der Abstimmung aufgerufen? Wir sind nach wie vor der Meinung und Überzeugung, dass es im gesamten Mittelmeerraum nichts Vergleichbares gibt und um dies zu bestätigen, kann man doch auf solch eine Umfrage hinweisen, oder? Schon bevor ARENA sich – zugegebenermassen äusserst erfolgreich – eingemischt hat, lag Empuriabrava auf dem dritten Platz von knapp 40 Städten und dies kommt ja auch nicht von irgendwo her.

Glücklicherweise sind nicht alle der Auffassung, dass man den Ort immer nur schlecht machen muss – dieses „Privileg“ haben nur einige wenige und man sollte letztendlich doch die entscheiden lassen, die immer wieder voller Begeisterung nach Empuriabrava kommen, denn diesen Leuten gefällt der Ort und können die ständige Kritik überhaupt nicht verstehen.

Die Red.

Mittwoch, 2012-01-25 11:47

  

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