Die Strände der Costa Brava könnten bis zum Jahr 2050 um 50 Meter zurückgehen

31.07.2006 um 9:39

(MO) Laut einer Studie von Spezialisten des Umweltministeriums und der Universität von Kantabrien besteht die Befürchtung, das in den nächsten 44 Jahren die Strände an der Küste der Provinz Girona um gute 50 Meter ins Landesinnere zurückweichen werden. Die Costa Brava ist nach der Studie eine der sensibelsten Zonen, was den Abfluss duch die Wellenenergie angeht. Wie die Spezialisten weiter heraus fanden, ist die Costa Brava mit dem Nordosten der Balearen zu vergleichen, wo dieses Phänomen schon vor längerer Zeit festgestellt wurde und wo sich das Meer schon etliches an Landfläche zurückgeholt hat.
Die Wellenenergie bewirkt, das mehr - als Beispiel - Sand (weitere Bestandteile sind Kalk, Sedimente oder Kleinorganismen) weggesogen wird als wieder neuer hinzukommt und so die gesamte Stabilität untergraben wird. Hinzu kommt noch die globale Erderwärmung, die den Meeresspiegel allgemein steigen lässt (an den spanischen Küsten steigt der Meeresspiegel jährlich um 2,5 Millimeter). Beide Punkte wurden von den Spezialisten addiert und so kam man auf die eigentlich unvorstellbare Zahl von 50 Metern Strand- oder Landverlust.
Schon jetzt muss an einigen Stränden jedes Jahr neuer Sand aufgefüllt werden. Mit diversen Gegenmassnahmen versucht man, den Abfluss zu vermeiden. So werden beispielsweise Wälle aus Steinen in Strandnähe im Meer eingelassen. So wird der Sand zumindest in Landnähe gehalten und kann jedes Jahr wieder mit Spezialbaggern an den Strand zurückgebracht werden.
Es wird fieberhaft an einer Lösung dieses Problems gearbeitet und man ist guter Hoffnung, in den nächsten etwa 20 Jahren das Problem mit technischen Hilfsmitteln wenn auch nicht gänzlich zufzuhalten, aber doch in Grenzen zu halten.